Neueröffnung !!! Dringend gesucht werden: Davina,Stefan, Alaric,Rebekah, Elijah und viele mehr!

#16

RE: Dach der verlassenen Hütte

in Einzelene Themen 18.05.2016 17:02
von Elena Gilbert | 3.043 Beiträge

Die Stille wurde durch die warme Stimme des Jünglings durchbrochen und der Blick von Elena wurde entsetzter, denn warum sah er sich bloß so negativ? Sie fand es schade und traurig sogleich und doch lauschte sie seinen Worten aufmerksam, ehe er mit seinen Ausführungen endetete und die junge Frau die Gelegenheit nutzte, um ddas Wort zu ergreifen. "Kai, das ist Vergangenheit und so musst du nie wieder sein, nein, ich werde dir helfen und dir zeigen, dass es auch andere Seiten im Leben gibt, dass es andere Gefühle gibt, nicht nur immer die Schlechten, nein, viel mehr Optimismus muss hinter deinen Taten stecken und glaube mir, so wirst du merken, es gibt auch vieles Gutes im Leben und ich freue mich wirklich, dass du so ehrlich zu mir bist. Ein wenig geehrt fühle ich mich sogar dabei, wenn du mir offenbarst, du brauchst bei mir nicht lügen. Denn du wirst auch nie erleben, dass ich dich belüge. Sicher man sollte `Nie ` nie sagen, aber ich weiß, dass es so ist. Daher vertraue mir." kam es aufrichtig und sehr ehrlich über die schmalen Lippen der hübschen Brünetten die ihren Blick wieder auf den attraktiven Mann richtete und im nächsten Augenblick auch wieder seine Worte durch ihre Ohren hallen hörte. Lächelnd verfolgt sie diese Worte und fühlte sich sichtlich angetan von dem jungen Mann, denn sie schien wahrlich einen guten Einfluss auf ihn zu haben, was die Dunkelhaarige tief durchatmen lässt und abermals das Wort übernehmen. "Ich finde es gut, dass ich solchen Einfluss auf dich habe und ich bin überglücklich, dass du mit mir so offen sprichst und mir gar kund tust, dass meine Gedanken und Empfindungen dir gegenüber, meine Hoffnungen und alles, nicht umsonst sind." Ihn weiterhin ran rücken sehend und dieses Gefühl wahrlich genießend, während ihr Blick in seine blauen Augen fällt, lächelt Elena verliebt. Denn es ist so ein unglaublich tolles Gefühl, welches man kaum mit Worte beschreiben kann, dass sich der junge Mann sichtlich wohl bei ihr zu fühlen schien, denn ihr ging es dabei nicht anders und als er sich weiter tief in ihren Schoss kuschelte, streichelt sie ihn weiterhin sanft übers Gesicht, während sie ab und an durch seine Haare fährt und ihre Lippen noch immer von dem wunderschönen verliebten Lächeln umspielt wurden. Ein wenig überrascht jedoch seine nächsten Worte vernehmend, weiteten sich die Augen der braunhaarigen Schönheit, welche noch immer wie gefesselt von seinen Augen war. "Du...Du willst mich...Moment, du willst mich für dich gewinnen? Habe ich das gerade richtig vernommen?" verkündet die Brünette, während ihre Wangen sich langsam rosa färbten und ihr Herz beginnt schneller und wilder zu schlagen, denn war es nicht das, was auch sie wollte. War es nicht so, dass Elena den jungen Mann selbst an ihrer Seite wissen wollte? Ihn nicht mehr missen wollte, sondern den Ihren nennen wollte, auch wenn ihre Freunde sie für verrückt erklären würden, würde ihr Herz für ihn sprechen. Denn man glaube es oder auch nicht, Elena spürte immer mehr, dass sie wirklich dabei war, sich in den schwierigen und doch so liebevollen Kai zu verlieben. Weiterhin im Geiste ein wenig abwesend, holte Kai sie zurück in die Realität und erst jetzt wurde der jungen Frau bewusst, dass sie ihre Gedanken wirklich laut ausgesprochen hatte, wovon sie nun doch ein wenig peinlich berührt schien. °Oh Gott Elena, warum hast du dies so offen dargelegt?° ermahnte sie sich fragend in Gedanken, während sie dennoch zu ihrem Wort stehen würde und somit das Gespräch an sich riss. "Das mag sein, aber nun gut, was soll ich sagen, es sollten Gedanken sein, keine offenen Worte, aber ich muss gestehen, ich bin bereits dabei, mich an dich zu verlieren und dies nach so kurzer Zeit, das ist unglaublich." folgte nun ein Geständnis über die samtweichen Lippen der Braunhaarigen, ehe diese wieder verstummte und für einen Moment die Stille aufziehen ließ, um das Gesagte einfach verarbeiten zu können. Noch immer verstummt und von der Stille eingenommen, erklang nochmals die Stimme des Jünglings in ihren Ohren, weshalb die Brünette ein kribbeln in ihrem Körper wahrnehmen konnte, es war beinahe so, als würden 1000 von Schmetterlingen in ihrem Bauch herum schwürren oder gar die ganzen Glücksgefühle, welche die junge Frau plötzlich verspürte. Es war so viel, was gerade auf sie einprasselte und zig Gedanken schwürrten durch ihren Kopf, während ihr die Röte ins Gesicht stieg und die hübsche Dunkelhaarige spürte, wie ihr wärmer und wärmer wurde. Ihre Wangen sich rotfärbend und ihre Hände zitternd nach den seinen suchend und diese findend, schnell mit den ihren verschränkten. "Liebster, du bringst mich um den Verstand!" hauchte sie dann gegen seine Lippen, während ihr Blick wieder tief in seine Augen fiel und sie einfach in diesen versank, während die Sonne am Horizont weiter aufging und der Himmel noch immer in roter Farbe getränkt war.

@Kai Parker

zuletzt bearbeitet 18.05.2016 17:02 | nach oben springen

#17

RE: Dach der verlassenen Hütte

in Einzelene Themen 18.05.2016 18:24
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Chapter 17


Man nehme ein narzisstischen Soziopathen wie Kai Parker und eine Schönheit wie Elena und erschuf ein Komplott, das nur so nach verrückter Wagnis stank. Formvollendete Anmut, leicht gebräunte Haut, dichtes dunkelbraunes Haar, ein ovales Gesicht und rehbraune, naive Augen. Es war fast schon irrwitzig, an Absurdität nicht zu übertreffen, dass sie sich von einem Wolf einnehmen ließ, dass ein Siphoner es schaffte ihre Seele im Sturm für sich zu erobern, ihre Gedanken mit seinen unschuldigen blauen Augen verpestete, in ihr entflammen ließ, was in ihrem Inneren verborgen gelegen hatte. Er verblendete sie mit seinem Temperament, seiner Lebhaftigkeit und Energie. Und sie roch nach Süße, benebelte seine Sinne mit ihrem Zartgefühl, ihrer Menschlichkeit und Einfühlungsgabe. Sie befanden sich beide in einer eigenen Blase, ihr Verstand verschleiert. Ob sie funktionierten? Wahrscheinlich nur, n ihr Leben nicht intervenierte. Ihre Familie und Freunde würden sofort vehement versuchen ihre Vernunft herauszukitzeln. Seine eigenen Blutsverwandten würden ihre eigene Unbeflecktheit riskieren, um ihn ein für alle mal zu töten, bevor er die Chance hatte dasselbe mit ihnen zu tun und die Führung des Zirkels schließlich zu übernehmen. Kai stützte sich auf seinen Ellenbogen ab, um ihrem Gesicht näher zu sein. Einzelne Strähnen fielen vor ihr Gesicht und wehten leicht unter dem kühlen Morgenwind. Die Haarspitzen kitzelten seine Nase. Liebe: das triebartig beim Homo Sapiens als Zwangsvorstellung auftretende Phänomen, trotz Milliardenvorkommens von Individuen des anderen Geschlechtes nur mit einem einzigen Exemplar dieser Gattung leben zu können. Ob er genug Endorphine besaß, um derartig gefährliche Empfindungen mit irgendeinem Menschen zu teilen? Du kannst mich nicht lieben, hallten seine Gedanken in seinem Inneren wider, während er beobachtete wie ihre Pupillen sich vergrößerten, während ihr Blick sich in seinen hellblauen Iriden verlor. Nur die Illusion von mir, dachte er leise. Die Idee von etwas Besserem, dass sich unter einer harten Schale etwas Reines und Unberührtes versteckte. Ein kaltes Grinsen huschte über seine Lippen, während er ihre Wärme weiterhin genoss. Selbst wenn er sie innerhalb eines Tages nicht mehr von sich selbst unterscheiden konnte, sie einen Teil von der Person darstellte, die er hätte werden können; selbst wenn er sie bewunderte; selbst wenn sowohl ihre äußere alsauch innere Schönheit ihn sprachlos machten, war Kai Parker immer noch Kai Parker. Und in dieser Version war er nicht wie sie, auch wenn er es irgendwann hätte werden können,aber das war vor langer Zeit. Innen verrottet, äußerlich das Gesicht eines Seraphen - er war ein Grenzgänger. Niemals heilig, aber auch nie vollständig Sünde. Kai konnte die Augen der Menschen öffnen, sie sehen lassen, was sie sonst nicht sehen würden, weil ihr eigener Sehsinn Informationen anders interpretierte als seiner. Er hatte die Begabung, Dinge in Frage zu stellen, selbst wenn sie der Norm entsprachen, lebte in seiner eigens erschaffenen Welt, wenn er sich zurückzog, ließ dort seiner herrischen Wissenssucht freien Lauf, bis seine Füße zurück zum Boden fanden. Er nahm nie hin, was in seinen Augen nicht perfekt war. “Ich will dich für mich gewinnen”, wiederholte er. Sein Egoismus verbot es ihm, weitere Verehrer an sie heranzulassen, die besser zu ihr passten, nicht wie er und sie unterschiedliche Polaritäten hatten. “Sprich diese Gedanken öfters laut aus. Tut Wunder fürs Ego!” Kai verlagerte sein Gewicht auf seine Handflächen und drückte seinen Oberkörper weiter hoch, dass sich ihre Nasenspitzen fast berührten, ihr Atem seine Wangen streichelnd. “Mehr Zeit für uns, verloren zu sein” Ein Säuseln, das fast unhörbar war wegen der morgentlichen kühlen Brise. “Das hatte ich vor. Dein Verstand mag mich nicht besonders. Besser, ich schaff ihn aus dem Weg. Wenigstens für den Moment” Er zwinkerte, seine Zunge über seine Unterlippe fahrend. Eine seiner Hände löste sich vom Dach und fuhr ihre Jacke entlang, um nach einer freigelegten Stelle ihrer Haut zu suchen. Er berührte glimpflich ihren Hals, das Pulsieren ihrer Äderchen beobachtend, während seine Finger ihren Nacken fanden und sich mit ihren Haaren verflochten.

@Elena Gilbert

nach oben springen

#18

RE: Dach der verlassenen Hütte

in Einzelene Themen 18.05.2016 20:26
von Elena Gilbert | 3.043 Beiträge

Angetan von dem Wolf, der genau vor ihrer Nase verweilte, wusste die intelligente junge Frau nicht, wie sie sich verhalten sollte, denn seine Nähe und seinen Blick genießend und sich völlig in diesen zu verlieren, machte es die junge Frau unsicher und zugleich drangen seine Worte wieder in ihre zierlichen Ohren. Ihre Gehörgänge durchgrindend, war sie völlig perplex, die Klang seiner vorherigen Worte nochmals wahrnehmen zu können. Ihre Pupillen sich abermals weitend, tief in die seinen zu schauen, welche sie beinahe zu durchschauen versuchte, schluckte die junge Frau. "Ich weiß, dass du mich für dich gewinnen möchtest, du ließt es bereits verlauten,doch bin ich kein Besitz. Ich bin mein eigenständiger Mensch und so sehr ich dich auch begehre, werde ich mir Nichts vorschreiben lassen, dass kannst du dir von Anfang an abschminken." legte sie nun ernst offen und blickte weiterhin zu dem jungen Mann, welcher sich ihrer Nase mit der seinen näherte und wessen Finger sich an ihrem Nacken mit ihren Haaren zu verschlingen zu schienen, fühlte Elena diesen Druck, dieses besitzergreifende, was der jungen Frau nur bedingt gefiel und so senkte sie ihren Kopf, ehe sie kurz vor seinen Lippen halt machte. Seinen Atmen spürbar einatmend und ihren Blick festigend zu ihm gerichtet. "Davon kannst du träumen, wirst du aber nur selten erleben, denn meine Gedanken sind mir heilig, ebenso wie meine Liebe zu dir, welche tief in mir lodert und den Weg ans Tageslicht sucht. Aber glaube mir, ich bin im Stande dazu, diese zu unterdrücken, solltest du versuchen, der Herr über mich werden zu wollen. Deine Kräfte gegen mich anwendet oder mir meinen Willen nehmen zu wollen. Kai...wenn du willst, dass das zwischen uns - mit uns - wie auch immer funktionieren soll, darfst du magische Kräfte nie gegen mich einsetzen oder dafür einsetzen, dass ich deinen Will verkörpere, denn sollte dies einmal der Fall sein, so wirst du mich riskieren. Die sage ich nicht, um dich unter Druck setzen zu wollen...sondern nur, um dir verständlich zu machen, dass mein Herz dir solange gehören wird, wie du es zulässt und es nicht verhexen willst." Ihre Augen wieder von ihm lösend und in den Sonnenaufgang gerichtet, hallten seine Worte erneut durch ihre Ohren und die Brünette widmete ihre Aufmerksamkeit dem Jüngling, nichts ahnend, was er als nächsten offenlegen würde. Schwer schluckend fiel Elena dem jungen Mann ins Wort und sah ihn ernst an. "Mein Verstand bleibt da wo er ist und bleibt auch angeschaltet, ganz gleich, was kommen mag, ich kann jedoch nicht versichern, dass er dies immer bleibt." ihre Augen rollend, musste sie selbst feststellen zu müssen, gerade Einiges völlig verkehr geäußert zu haben, was sie aber nicht weiter beachtete und ein Schmunzeln ihre Lippen umspielte. "Findest du es nicht schön, den Moment zu genießen und sich einfach seinen Emotionen und Sehnsüchten hinzugeben? Ist es so fatal, einfach glücklich zu sein?" fanden ihre Worte den Weg hinaus über ihre Lippen, bevor ein Engel auf Erden spürte, wie sich ihr Körper gegen sie verschworr ihre Finger begannen sich selbstständig zu machen, ihm leicht über den angehoben Rücken zu kraulen und ihre Lippen sich den seinen wieder nähernden, um die paar Millimeter, die noch zwischen Ihnen lagen zu minimieren, bis ganz aus dem Weg zu räumen. Ihr Körper zeriss sich nach seinem Körper, seiner Nähe, seinen Lippen, all das machte die junge Frau wahnsinnig, sie wusste nicht, wie sie sich verhalten sollte, was sie sagen sollte, denn so sehr nagte ihr Verlangen an ihr und Elena konnte nicht anders,als ihre Lippen wieder die seinen zu kreuzen und ihn in einen liebevollen und dennoch leidenschaftlichen Kuss zu verwickeln. Ihre Zunge leicht durch ihre Lippen wandert, zärtlich die seinen streichelnd, um den Einlass zu erbitten, ihn weiterhin verführen zu können. Warum sie es ausgerechnet in diesen Moment machte, wusste sie nicht, dennoch hielt sie es für richtig, weshalb ihre Hand sich in seinen Haaren vergrub und ihre Augenlider schwerer wurden, bis sie sich schließlich verschlossen, um gerade diesen Moment einfach auskosten zu können. Sich dann jedoch wieder von ihm lösend, tief in seine Augen blickend, holte sie tief Luft und sprach drauf los, ohne weiter nach zu denken. "Pass auf Kai, was hälst du davon mich nach Hause zu bringen und dann noch einige Zeit den Moment zu genießen, gar die Nähe und das Verlangen, welches zwischen uns brodelt." schlug sie vor und lächelte verliebt, während ihre Augen nun wieder gefesselt von den seinen an ihm haftetet und neugierig seine Reaktion abwarteten.

@Kai Parker

nach oben springen

#19

RE: Dach der verlassenen Hütte

in Einzelene Themen 19.05.2016 00:54
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Chapter 18


So verloren wie er vor einigen Sekunden noch gewesen war, machten seine Gedanken im nächsten Moment eine 180°-Wendung. Ihre kühlen Worte stachen seine Ohren wie spitze, dicke Nadeln ein, ließen einen Kloß seinen Hals hinaufbrodeln, zermalmte jede Hoffnung, sie für sich ganz allein einzunehmen. Er grinste schließlich zerknirscht, wie in Trance, Sklera von Iris und Pupille verdrängt, eine pathologische Besessenheit zwischen ihm und Elena umherschwirrend, die von ihr mit einem Mal mit einer knallenden Ohrfeige in den Dreck getrampelt wurde, die ihn aus seiner Trance wieder herausholte und Kai erzittern ließ. Sie hatte ihn nicht wirklich geschlagen, aber die plötzliche Eisschicht, hinter der sie sich verkroch, ließ ihn nicht mehr Teil von sich sein. So zuckte er von ihren Berührungen fast zurück. Etwas benebelt, schaute er hin und wieder zu den tanzenden Wolken, die sich erst am Horizont mit goldenen Feldern und Baumkronen vermischten, konnte sich nach wie vor nicht ganz von den eben gesprochenen Worten losreißen. Er war nicht mehr müde. Bevor sie weiterredete, ihn hören ließ, was er nicht hören wollte, dachte er, müsse er sich von ihrer verführerischen Aura losreißen. Kai musste hier weg, an einen klaren Ort, an dem keine Verwirrung oder Gefühle herrschten, sie einfach vergessen, bevor er sich von ihr verargen ließ. Er wollte sich nicht falsche Hoffnungen machen, geliebt zu werden, gar eine krankhafte, manische Obsession zu ihr entwickeln, wenn sie ihn am Ende mit Kälte folterte. Doch bevor die Nacht verschwand, zwischen den Lichtern der Laternen im Sonnenlicht verschwimmend, konnte er nicht gehen, selbst wenn er wusste wie falsch es war, sich selbst mit unehrlicher Zuversicht verrückt zu machen. Sie würde nie ihm gehören. Er hatte es erst jetzt verstanden. Elena wollte nicht eingenommen werden, nich so wie sie ihn unwissend selbst für sich einnahm. Sie wollte eigenständig sein, unabhängig, wenn seine Fingerspitzen nur danach lechzten seine Sucht nach ihr zu stillen. Sie waren nicht gleich. Wenn Kai etwas wollte, wollte er alles konsumieren, Geheimnisse aus der hintersten Ecke ihrer Erinnerungen herauskitzeln und an ihnen teilhaben. Er hätte sich lösen sollten, als er noch die Möglichkeit dazu gehabt hatte. Doch jetzt, wo seine Augen wieder ihre Tiefbraunen fanden, wusste er, dass es zu spät war. Kai war seiner Droge hilflos ausgeliefert, brauchte sie bei sich.

Und obwohl die elektrisierte Luft ihm weitere Energie brachte, er unlogischerweise sogar langsam begann ihren Unwillen irgendwie zu genießen, ihre Bodenständigkeit zu huldigen, wollte er am liebsten die nachdenklichen Falten auf ihrer Stirn wegstreichen und ihre Stimme wegküssen, um nicht hören zu müssen, was er nicht hören wollte. Aber dann sagte sie es, diese eine These, die seinen Atem brennen ließ. Ebenso wie meine Liebe zu dir, meinte sie und ein Blitz schoss durch seine Arme, brachte ihr Gesicht noch näher zu seinem, dass nur noch Millimeter sie voneinander trennten. “Du liebst mich?”, fragte er nach, zu erschüttert, um seine eigene Abhängigkeit von ihr tiefergehend zu analysieren. Denn ihre vorigen Worte hatten ihm - selbst wenn er es nicht wollte - höllische Angst eingejagt. “Nach einem Tag?” Er keuchte vor Überraschung, sein ganzes System in Schwung kommend. Gehörte sie dann nicht ihm, wenn sie ausgerechnet ihn dafür ausgesucht hatte? Oder sollte er sie teilen? “Bist du polygam?”, fragte er konfus nach. Seine Verwirrung maximierte sich, als sie ihn wieder küsste. Seine Finger bohrten sich sanft in ihren Schädel, um sie näher an seinen Körper zu pressen, mit ihr wieder zu verschmelzen, nachdem er für kurze Zeit der Annahme gewesen war, er müsse fliehen, bevor sie ihn korrumpierte und in ihm unstillbare Sehnsüchte hervorrief. Als sie sich wieder lösten, war er etwas atemlos, holte tief Luft und ließ seine Hand unter ihre Jacke zu ihren Schulterblättern wandern, bevor er sie vollständig zurückzog. “Klingt nach nem Plan”, antwortete er seufzend. Allein beim Gedanken sich verabschieden zu müssen, wurde er von Unbehagen durchschwämmt, obwohl er vor einigen Minuten selbst im Begriff gewesen ist, zu fliehen, bevor es zu spät war. Und jetzt war es zu spät. Es gab kein Zurück. “Wenn ich in Worte fassen könnte, was grad in mir abgeht, würdest du mich wahrscheinlich für verrückt erklären”, lachte er. “Total unlogisch und viel zu heftig. Da ist dieses komische Geflatter in meinem Bauch und gleichzeitig diese Hitzewellen. Zwischendurch kann ich gar nicht atmen, weil ich kurz denke, du könntest mich jeden Moment hassen. Einfach so. Weil Siphoner in der Gesellschaft eher Kakerlaken als Haustiere sind. Komischer Vergleich, ich weiß” Er stand auf und reichte ihr seine Hand, ihr süßes Lächeln mit einem eigenen erwidernd. “Elena, ich will dich und nicht eine verkorkste, verzauberte Elena 2.0, die mich innerlich nicht wirklich auch will. Und das ist der springende Punkt. Ich will dich. Nicht als Trophäe oder so. Eher-” Er stockte kurz, sein Kopf hämmerte und arbeitete, um die paradoxen Gedankengänge zu ordnen. “Eher, dass du- dass deine Gefühle für mich auch nur für mich bestimmt sind” Um die Stimmung zu lockern, hüpfte er leichtfüßig die schräge Dachdecke entlang zur Treppe und stieg sie als Erstes hinab, abermals testend, ob sie auch stabil genug für Elena sein würde. Als er unten war, entschloss er sich, das Auto dazulassen und zu laufen. Immerhin würde es Elena höchstwahrscheinlich nur bedingt freuen, wenn plötzlich eine handvoll Polizisten vor ihrer Haustür standen, samt Durchsuchungsbefehl. Er hoffte, dass sie nicht allzu lange laufen müsste, wenn sie nicht fuhren. "Isses ok, wenn ich das Fahrzeug hier stehn lass?", erkundigte er sich noch einmal, um wirklich sicher zu gehen.

@Elena Gilbert
>>Gilbert, Haus

zuletzt bearbeitet 19.05.2016 00:54 | nach oben springen


Besucher
0 Mitglieder und 1 Gast sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Caroline Forbes
Besucherzähler
Heute waren 3 Gäste , gestern 15 Gäste online

Forum Statistiken
Das Forum hat 519 Themen und 6008 Beiträge.

Heute waren 0 Mitglieder Online:


Besucherrekord: 39 Benutzer (18.05.2016 19:41).

Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen