Neueröffnung !!! Dringend gesucht werden: Davina,Stefan, Alaric,Rebekah, Elijah und viele mehr!

#31

RE: Bar

in Mystic Grill 13.05.2016 21:06
von Elena Gilbert | 3.043 Beiträge

Die Brünette nachdachte über die Worte des jungen Mannes nach und blickte ihn überrascht an, ehe sie das Wort ergriff. "Also um ehrlich zu sein, möchte ich heute keine illegalen oder fiesen Dinge mehr ausführen, wir haben heute schon zu vieles gemacht, was nicht meinen Lebenstil widerspiegelt und so gern ich dich auch habe. ich würde doch lieber etwas machen, was weniger gefährlich oder verboten ist, also auf Dächer klettern und Sterne anschauen, würde mir wohl ganz gut gefallen, das wäre aber glaube ich nicht das, was du gerne noch machen würdest am heutigen Abend, also von daher, wird es sicherlich schwierig, etwas zu finden, was wir gemeinsa machen können. Auch wenn es dein Vorschlag war." fügte Elena ehrlich mit an und wandte ihren Blick von Kai ab, bevor sie diesen durch den nun gut gefüllten Grill schweifen ließ. °Was mach ich hier bloß? Vielleicht sollte ich einfach nach Hause gehen und den Tag vergessen, ihn vergessen, um mich nicht wieder unglücklich zu machen oder Schmerzen fühlen zu müssen.° dachte sie in Gedanken und ließ ihren Blick wieder zu Kai schweifen, welcher nochmals das Wort an sie richtete. "Das stimmt wohl und ich zweifel ja nicht daran, dass du diese nicht gemocht hast, aber es war anscheinend keine Liebe und dies ist doch sehr schade." sprach die Dunkelhaarige ehrlich zu dem jungen Mann, ehe sie auf seine Frage hin reagierte. "Um ehrlich zu sein, ich habe geliebt, richtig geliebt, war lange mit meinem damaligen Freund zusammen, bis zu diesem Sommer, in dem ich nicht nur meine Liebe verloren habe, sondern auch meine Eltern, also von daher weiß ich genau, was du meinst, aber wiederum finde ich es halt auch sehr schade, wenn das Herz nicht für ewig vereint ist." gestand die Dunkelhaarige wieder und ließ die Stille wirken, welche sie im nächsten Augenblick wirklich zu genießen schien, denn sie brauchte diesen Moment, war kurz am überlegen, den jungen Mann nun zu verlassen und so zu tun, als ob sie ihn nicht kennen würde, weil sie einfach nicht wusste, wie sie mit dieser Situation umgehen sollte, geschweige dann mit diesen Gefühlen und so wollte Elena dies einfach ignorieren und war ernsthaft mit der Überlegung beschäftigt, ihn einfach ganz nach hinten zu verschieben. "Ja, das bin ich und vielleicht liegt meine Neugierde wirklich an meinem Sternbild, aber vielleicht auch nicht. Was bist du denn vom Sternbild?" erkundigte sich die junge Frau und verstummte kurz darauf wieder, ehe sie wieder das Wort übernahm und an den jungen Mann wandte. "Ja, vielleicht hast du recht, ich sollte es lassen, vielleicht sollte ich das gesamte mit dir entlassen, um nicht wieder weitere Probleme zu erhalten oder gar Gefühle für dich zu entwickeln, welche ich nicht verspüren möchte. Ja, ich mag dich und ich weiß, dass ich die Zeit mit dir wirklich genieße, aber ich muss auch sagen, dass ich mir mehr als unsicher bin, ob das mit uns überhaupt Sinn hat, vielleicht habe ich mich auch einfach nur von etwas verleiten lassen, von diesen Glücksgefühlen, von diesem Verlangen und diese Sehnsucht nach deiner Nähe, deiner Wärme und einfach allem an dir, auch wenn es absurd ist und es so etwas nie geben sollte und doch habe ich das Gefühl, dass es dies wieder geben wird. Ich sollte also lieber schweigen. Ich gebe gerade nur Irrsinn von mir." kam es ehrlich und bedenkend über die Lippen der jungen Frau, ehe sie wieder verstummte und sich hätte selbst ohrfeigen können. °Elena, sag nicht so viel.° ermahnte sie sich gedanklich und sah wieder zu Kai, ehe sie sich vom Barhocker erhob. "Ich danke dir für den Tag und den schönen Abend, aber ich sollte vielleicht wirklich besser gehen." fügte sie nun weiterhin mit an und ließ die Stille wieder einkehren, ehe sie dabei war sich beinahe doch wirklich von Kai zu trennen und zu entfernen. Doch, nun lag es an ihm, ob er die hübsche Brünette wirklich gehen lassen würde. Was Elena damit bezwecken wollte, konnte sie gar nicht so genau sagen, aber vielleicht wollte sie wirklich eine Sicherheit haben, ob er sie wahrlich mochte oder doch nicht, sie wusste es nicht und stand völlig neben sich, es schien beinahe, als würde sie sich selbst verlieren und dies wollte die junge Frau definitiv nicht und so versuchte sie sich irgendwo mit ihren Handlungen und Worten zu schützen.

@Kai Parker

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#32

RE: Bar

in Mystic Grill 14.05.2016 13:27
von Gelöschtes Mitglied
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Chapter 8


Es war schwer Elenas Gedankengängen zu folgen, nicht nur, weil sie gefühlsgeladen und aus seiner Sicht zu Teilen befremdlich und unverständlich waren, sondern auch, weil sie so offen über ihre Empfindungen sprach. Er konnte über sich, seine Vergangenheit, sogar über seine verstorbenen Geschwister reden. Es war nicht so, als würde er versuchen sich ein mysteriöses Image zu verschaffen, wenn die Gespräche über seine Jugend ausblieben. Aber er hatte ein Gespür dafür, wann diese Offenbarungen passten und wann er lieber seinen Mund halten sollte. Kai - im Gegensatz zu Elena - hatte eine komplizierte Persönlichkeit. Sie konnte sehr bissige, gerissene und manipulative Charaktereigenschaften annehmen, drückend und manchmal gar unangenehm sein, wenn er sich in fremde Köpfe und Ideale fraß und sie veränderte. Er konnte oberflächlich sein, hatte viele Vorurteile und dachte meistens stur das, was seinem engstirnigen Wesen zugute kam. Aber das war nur eine Seite von Vielen. Kai war an guten Tagen manchmal auch charismatisch, kindisch und abenteuerlustig. Erst war er der Auffassung gewesen, dass heute ein guter Tag gewesen sei. Er war seiner Parallelwelt Schrägstrich Hölle entkommen, hatte die Angestellten eines Krankenhauses geschafft zur Weißglut zu treiben, Elena geküsst und einen Burger gegessen, den er nicht selbst hatte braten müssen. “Wir können uns auch Sterne anschauen”, murrte er augenrollend. Er hatte bei Gott nichts gegen Sterne, aber einfach dazuliegen und nichts zu tun, hörte sich wirklich nicht nach Spaß an. Außerdem verstand er nicht, was sie hatte. Immerhin trug er eine Uniform, die ihn alles im Namen des Gesetzes beschmieren und zerstören lassen konnte. Doch er bemerkte, dass er sie verunsicherte, dass sie sich verschloss. Kai erkannte es an ihrer angespannten Haltung, an ihrem ratternden Verstand. Ihr Ratio gewann die Überhand, wollte sie ihm wegnehmen.

Seine extremen, unvorhersehbaren Gefühlsschwankungen machten ihn gefährlich? Er hatte sich nicht um seine Freundinnen geschert? Selbst wenn es stimmte. Bei ihr war es anders und das war, was wirklich zählte oder? Er wusste selbst, dass etwas mit seiner Psyche nicht der Norm entsprach, dass seine manchmal bestialischen Gedanken gesellschaftsschädlich waren. Entweder das oder der Rest der Welt war noch kränker. Und Kai hatte schon vor Jahren den Entschluss gefasst, dass Letzteres logischer war, dass er das geringste Problem wäre, würden Leute nicht versuchen, ihn zu verbiegen oder wegzusperren. Schon klar, er war nie der Held, der Gute, aber er wollte seine zusammengewürfelten Makel auch nicht ständig aufgetischt bekommen. Man gebe Kai Freiheit und er wäre glücklich, ein Ding der Unmöglichkeit, wenn er beobachtete, dass sein gesamtes Umfeld einen Stock im Arsch hatte. Und dann zu lieben? Wenn er Zwängen unterlag, die ihm von Geburt an auferlegt wurden? Es hätte ihn damals zu schwach gemacht, um die Verschmelzung mit Jo zu überleben. “Und es tut umso mehr weh, wenn du diese Liebe verlierst, richtig?”, kommentierte er mimiklos, mit monotoner Stimme. Jede Emotion aus seinem Gesicht entfernt, war er eine völlig andere Person. Viel kühler und kalkulierender, wenn er mit dem nackten Finger Elenas Wunden pökelte. “Hab ich mir schon gedacht. Man braucht echt einen Kompass, wenn man durch die Seelenlandschaft von Krebsdamen reisen will” Ein Mundwinkel hob sich zu einem halbherzigen Lächeln. “Widder”, antwortete er. Oh die Ironie, dass sie Feuer und Wasser waren. “Ziemliche Gegensätze, huh?” Aber Gegenteile zogen sich bekanntlich an. Ihrem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, war sie nicht derselben Auffassung. Auch er stand auf, ein Brennen in seinen blauen Iriden entfachend, während sie sich in Elenas große Pupillen bohrten. “Elena, Karten auf den Tisch!”, zischte er, schüttelte den Kopf und stellte sich vor sie, versperrte ihr den Weg zum Ausgang. “Dass du mich magst, ist also Irrsinn? Wow! Du kannst echt gut Kugeln verteilen und dich selbst in die Rolle des Rechtsschaffers stellen” Sein heißer Atem streifte ihre Wange, gezügelte Wut brachte seine Fäuste fast zur Weißglut. Am liebsten würde Kai um sich schlagen. Aber hatte das Glück in heiklen Situationen immer einen kühlen Kopf bewahren zu können, sich nicht von Irrationalem leiten zu lassen, sich irgendwie immer irgendwie zu seinem Ziel zu schlängeln und alles unter Kontrolle zu haben. “Du verleugnest dich selbst, wenn du einfach abhaust. Ich hab dich zu nichts verleitet. Du wolltest das! Und ich verspreche dir, dass du mich immer noch mögen wirst, wenn du gehst” Er lachte hämisch. “Du willst wissen, warum ich weggesperrt wurde, richtig? Die Frage brennt dir auf der Zunge! Ich kann's sehen. Und du wirst dich auch morgen noch fragen, übermorgen, die Tage danach” Er machte einen Schritt zurück. “Ich würd’s dir alles erzählen, auf einem Dach, während wir Sterne beobachten. Dafür müsstest du - oh welch grausame Schmach - den Abend mit mir verbringen. Happy?” Er schnaufte und verschränkte seine Arme vor seiner Brust.

@Elena Gilbert

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#33

RE: Bar

in Mystic Grill 15.05.2016 21:44
von Elena Gilbert | 3.043 Beiträge

Seine Worte verblüfften die junge Brünette, denn irgendwie war sie nun doch etwas überrascht, würde er sich ernsthaft mit ihr die Sterne auf einem Dach anschauen?! Das war sicherlich etwas, was er nicht unbedingt freiwillig machte, sondern eher, weil er vermutlich doch ein wenig Verlangen nach der braunhaarigen Schönheit hatte. Zumindest ließ dies daraus zu folgern übrig und so dachte Elena noch einmal kurz darüber nach, ehe sie sich dennoch zum Gehen wandte. Doch versperrte Kai ihr den Weg zum Ausgang und blieb ernst und standhaft vor der Braunhaarigen stehen. Etwas überrascht und dennoch froh darüber, dass er sie aufhielt, blieb sie stehen. Verfolgte wie gefesselt seinen Worten, während ihr Blick nicht von dem seinen abzuwenden war. "Ja, verdammt es ist Irrsinn, weil ich dich mehr mag, als ich es eigentlich sollte, gerade, weil ich dich kaum kenne, aber wenn ich dir in die Augen schaue, kann ich mich in Ihnen verlieren, ich fühle mich so wohl in deiner Gegenwart und doch habe ich Angst, Angst ich könnte dich verlieren, ich könnte das Gefühl dir gegenüber verlieren." kurz hielt die hübsche Brünette inne und atmete tief ein und aus, ehe sie ihren Blick nach unten senkte. "Verdammt Kai, sicher will ich die Wahrheit wissen, irgendwie und irgendwo, aber wiederum durchströmt mich die Angst, es könnte mir nicht gefallen, ich könnte ein Urteil über dich fällen, weshalb ich diese Gefühle dir gegenüber unterdrücken müsste und das darf ich nicht und möchte ich nicht. Auch wenn ich alles über dich und deine Vergangenheit, dein Leben und alles was dazu gehört erfahren möchte, so ist da immer dieser Teil in mir, der vor der Gefahr fürchtet, der denkt, es könnte schneller vorbei sein, als es angefangen war und doch sehne ich mich nach deiner Nähe." kam es dann über ihre Lippen gesprudelt, während sie wieder verstummte und über seine vorherigen Worte nachdachte und diese schließlich beantwortete. "Ja, man hat Angst davor diese Liebe zu verlieren, aber man hat auch Angst davor, diese Liebe überhaupt zu zu lassen, ohne, dass man enttäuscht wird oder gar mehr Schmerz als Freude empfindet." fügte sie nun ehrlich mit an, während sie die Worte bezüglich der Sternbilder einfach dahin gestellt ließ, weil sie selbst nachdenken musste, wie sie sich weiter äußern sollte, denn so viel ging ihr durch den Kopf, so viel wollte sie sagen und doch wollte sie es nicht und so viel wollte sie erleben und mit ihm unternehmen und doch gab es einen Teil in ihr, der sich weigerte, der einfach nur Angst davor hatte, was kommen könnte. "Und Kai, ich verleugne mich nicht selbst, ich versuche uns beide zu schützen, weil ich weder dir Leid zufügen möchte, noch mir und irgendwie habe ich so ein dumpfes Gefühl, es könnte nach hinten losgehen, das mit uns oder auch zwischen uns,. Ich weiß es doch auch nicht." ja Elena wurde allmählich wirklich unsicher und dies war immer mehr ihren Worten zu entnehmen, ob das Kai gefallen würde oder nicht, Elena fühlte etwas für ihn, etwas, was sie nicht einordnen konnte, denn es war ein Kribbeln und irgendwo war es auch ein gewisses Feuer, welches ihren Körper regelrecht durchzog und sie einfach nervös machte, was ihre nächsten Worte wieder verdeutlichten. " Ich habe dir geholfen, ich habe es sogar gern gemacht, aber in mir entwickelt sich auch etwas, was ich nicht einordnen kann und dies macht mir Sorge, es verunsichert mich sogar ein wenig und doch möchte ich in deiner Nähe seine und würde dich am liebsten wieder küssen." kam nochmals ein Geständnis über ihre Lippen, ehe sich ihre Augen weiterhin mit Tränen füllten und gar eine Träne den Weg über ihre Wange fand und diese herunter kullerte. Für einen Moment kehrte Stille ein und man hätte womöglich auch eine Feder hören können, wenn diese zu Boden fiel, denn auch der Grill war inzwischen sehr ruhig geworden, vielleicht lag es sogar daran, dass Elena zwischenzeitlich etwas lauter wurde, um Kai klar zu machen, dass sie Gefühle für ihn hegte, die sie selbst aber nicht wirklich spüren wollte, geschweige denn zugeben und doch hatte sie es getan, weshalb sie nun einfach verstummte und weiterhin zu Boden blickte. "Ich möchte den Abend ja mit dir verbringen und dies sogar mehr als nur gern." kam es nun doch etwas wiederwillig über ihre Lippen, ehe sie die Stille wieder einkehren ließ und erwartend auf die Antwort von Kai zu Boden blickte.

@Kai Parker

//Morgen sollte ich wieder eher antworten können, aber auch jetzt bin ich noch da. SORRY//

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#34

RE: Bar

in Mystic Grill 16.05.2016 11:37
von Gelöschtes Mitglied
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Chapter 9


"Ihr lügt!", schrie er heiser, vehement seinen Kopf schüttelnd und mit seinem Oberkörper unruhig hin und her wippend, atmete hektisch die kühle Nachtluft ein und versuchte seine zitternden Hände fest in seine Haare zu krallen, um die fiebernden Finger unter Kontrolle zu bringen. Das Piepen, das in seinen Gehörgängen erbebte, ließ ihn sich winden, dass er immer wieder auf hartem Betonboden aufprallte. Abgebröckelte Staubkörner schlitzten wie dünne, scharfe Nadeln alte Narben auf. Blut floss aus dem Mund, sein Kinn und seinen Hals hinunter, sammelte sich auf seinem grauen Shirt und tränkte sich wie weinrote Tinte in den Stoff, sich über tausende Fasern verteilend. Seine Beine schlotterten, konnten ihn kaum noch halten. Ihm wurde schwindlig. Pure Mordlust breitete sich in seinen Sinnen aus, drängten ihn in die Schatten seines Verstandes, in ein eisig kaltes Schwarz, das ihn ungewollt schmunzeln ließ. Irgendwo hörte er seinen Vater lateinische Worte flüstern, darauf achtend, dass Kais Mutter und Geschwister nicht aufwachten. “Du dachtest wirklich, ich würde dir die Chance lassen, mein Nachfolger zu werden? Was glaubst du, warum wir so viele Kinder haben? Wir brauchten ein zweites Paar an Zwillingen. Eins ohne Ekelpaket!” Kai kniff seine Augen zusammen. Er würde nicht weinen. Vor niemandem. Und erst recht nicht vor Joshua Parker.

Kai nahm ihre Hände zwischen seinen Handflächen gefangen, Elena bestimmend in seine Richtung ziehend. Er war die gesamte Zeit still geblieben, in staubigen Erinnerungen versunken, während er ihre glasigen Augen beobachtet hatte. Und gerade als sie still wurde, wieder atmete und ihre Lippen sich nicht mehr so zerknirscht bewegten, ließ er ihre Hände los und geisterte mit seinen eigenen ihre Arme entlang zu ihrem Hals.

Er konnte an ihrer Kehle noch den hämmernden Herzschlag spüren, vernehmen wie hektisch sie atmete, nachdem sie all ihre Wut und Unsicherheit mit einem Mal über ihn ausgegossen hatte. Er wusste selbst nicht, was er damit anfangen sollte, wollte dass sie einerseits wieder lachte, die Unsicherheit verschwand, aber konnte sie andererseits auch nicht anlügen. Immerhin kannte sie Sheila Bennett und würde selbst die Story aus der Frau herauskitzeln, bevor Kai überhaupt wusste, wo die Bennetts lebten, dass er sie schon vorher kaltmachen konnte und seine Vergangenheit ein Geheimnis blieb. In seinem Kopf hallten viele tosende Gedanken wider, ein ganz bestimmter wurde besonders laut, je mehr er sich ihr näherte. Sie wollte ihn küssen, er wollte sie küssen - es passte. Seine Daumen strichen die Tränen aus ihrem Gesicht. Er legte seinen Zeigefinger unter ihr Kinn, um ihren Blick vom Boden zu lösen und wieder ihm in die Augen zu schauen. Denn er wollte, dass sie sich darin verlor, wollte, dass sie es auch weiterhin tat, selbst wenn sie wusste wie gefährlich er für Andere war. Und selbst wenn er nicht viel von tiefgreifenden Gefühlen wusste, durchdrang ihn ein komisches Gefühl, jedes mal, wenn Elena von ihren eigenen sprach. Es war, als würde er sie verstehen, selbst wenn in seinem Kopf jede ihrer Silben zu Moder verschwamm. Logisch konnte er es nicht nachvollziehen, aber vielleicht hatte hier auch Wissenschaft nichts zu suchen, selbst wenn er keine andere Analysemethode kannte. “Lass deinen Kopf nicht in Herzensdingen mitmischen” Dann wird das auch was mit uns, wollte er anfügen, aber seine Nasenspitze berührte ihre und seine Lippen waren nur einen Hauch von ihren entfernt. Worte wurden überflüssig, wenn man genauso mit dem Körper sprechen konnte. Er drückte sie fest gegen sich, küsste sie atemlos. Ähnlich einer Eruption begann der Kuss mit einem Brodeln - war ein leichtes, neckisches Picken. Aber er baute sich auf, erhitzte Kais gesamtes System, bis er ein Crescendo erreichte und die Leidenschaft langsam wieder abebbte und zurück durch seine Haut eingesaugt wurde, bevor Kais rationales Verständnis explodierte und in viele winzig kleine Stücke zerfiel. “Elena”, murmelte er und stockte kurz, wollte die richtigen Worte nutzen, um sich präzise auszudrücken. “Ich enttäusch dich nicht, wenn du das hier zulässt” Eine Hand wanderte zu den Autoschlüsseln, die Andere zu ihrer, wippte mit seinem Kopf hin und her. “Sterne gucken”, lachte er und sprang mit ihr neben sich zur Tür hinaus.

@Elena Gilbert
<<Schrottplatz - Dach der verlassenen Hütte

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