Neueröffnung !!! Dringend gesucht werden: Davina,Stefan, Alaric,Rebekah, Elijah und viele mehr!

#16

RE: Bar

in Mystic Grill 29.03.2016 15:57
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Clary richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf den jungen Mann, als dieser auf ihre Ausführungen reagierte und folgte seinen Worten sehr aufmerksam, ehe sie schließlich die Chance bekam auf diese zu reagieren. "Nun ja, wissen Sie, meine Mutter hat sich dies nicht gefallen lassen, daher reichte sie die Scheidung ein und trennte sich letzen Endes von meinem Vater und dann begann er erst recht zu trinken und ich fand mich regelmäßig im Streit mit meiner Mutter wieder, weshalb ich Toronto verließ und hier her gekommen war." sprach sie ehrlich zu ihm und verstummte wieder, während sie ihr Glass leerte und weiterhin zu dem jungen Mann sah, der sich nun etwas alkoholfreies bestellte. Kurz darauf konnte sie aber auch wieder seine Stimme in ihren Ohren wahrnehmen. "Das ist wohl richtig, nur war ich schon lange Zeit nicht mehr in meinem Beruf tätig, denn dazu habe ich leider keine Zeit gefunden und so habe ich immer nur Alkohol zu mir genommen und Drogen hinter geworfen." erklärte sie dann wieder und schluckte, ehe sie seine einfühlenden Worte wahrnahm. "Das ist lieb von Ihnen, nur ich kann es leider nicht ändern, ich komme auch nicht von davon los, denn wie gesagt, immer wenn ich versucht habe, meine Erfahrungen und alles hinter mir zu lassen und begonnen habe, einen richtigen Weg einzuschlagen, dann kam meist ein doppelt so starker Absturz und dementsprechend blieb ich seither auf dem falschen Weg." gestand Clarissa ehrlich und schluckte wieder. "Ich habe bisher leider Niemanden, der mir helfen kann, denn wie gesagt, ich bin komplett alleine hier und auch sonst habe ich keine Freunde mehr." fügte sie noch mit an und hielt wieder inne, während ihr Blick für einen Moment von ihm abwanderte und durch den Grill gleitete. °Oh Gott Clary, du redest dich noch um Kopf und Kragen.° sprach sie gedanklich zu sich und dachte für einige Zeit nach, ehe sie schließlich nochmals das Wort an ihn richtete. "Aber ich möchte sie nicht weiter mit meinen Problemen belästigen, denn ich denke, sie sind schon nervös genug, wenn ihr erster Tag immer näher rückt." sagte sie ehrlich und strich sich durch ihre Haare, bevor sie ihrend Blick wieder zu ihm wandte und dann zum Kellner sah und sich letzten Endes noch ein Wasser bestellte. Dieses bekam sie kurz darauf auch schon geliefert und so trank sie einen Schluck. "Nun ja, ich denke, ich sollte mich für den heutigen Abend hier entfernen, sonst trinke ich nachher noch mehr Alkohol." legte sie offen, denn sie war wirklich kurz davor, sich abermals etwas Alkoholisches zu bestellen und das wollte die junge Frau am heutigen Abend nun nicht wirklich, aber dennoch erinnerte sie sich nun an seine vorherigen Worte. "Ach ich denke, dass du einfach noch nicht der Richtigen über den Weg gelaufen bist, welche es wert war, deine Aufmerksamkeit zu bekommen oder wodurch du merken könntest, dass du wirklich gut bei den Frauen ankommst." fügte sie weiterhin mit an und verstummte auch wieder, während sie ihren Blick auf dem Mann ruhen ließ.

@Benjamin Dashwood

nach oben springen

#17

RE: Bar

in Mystic Grill 29.03.2016 17:29
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Die Tatsache das ihre Mutter tatsächlich eine Konsequenz daraus gezogen hatte das sie von ihrem Mann geschlagen wurde, beruhigte ihn ein wenig. Offensichtlich hatte sie dann doch die Kurve bekommen. Diesen Gedanken verfolgte er jedoch nur solange wie gesagt hatte das sie sich danach mit ihrer Mutter nur noch gestritten hatte. Keine wirklich schöne Geschichte die hinter der interessanten Frau an der Bar steckte. Er wünschte sich, er wäre in der Lage sie aufzumuntern oder etwas für sie tun zu können. Doch dafür kannte er sie nicht gut genug und ihm fehlte dazu wahrscheinlich die Erfahrung. "Ja sie sagten sie sind seitdem auf dem falschen Weg geblieben, doch ist es das was sie wirklich wollen? Ich verstehe es, sie wollen nichts fühlen und möglichst vergessen. Doch wollen sie wirklich ewig sich nur noch dem Alkohol und den Drogen hingeben und so ihre ganzen Lebensjahre dafür opfern. Denn ich glaube zu der gebrochenen Frau welche sie sind, sorgen sie dabei nur dafür das sie dabei stück für stück von sich verlieren werden. Und das fände ich persönlich schade." sagte er ihr in einem sanften nicht vorwurfsvollen Ton während er weiter zu ihr sah. "Nun wenn sie gehen wollen so können sie das gerne tun, doch meinetwegen müssen sie es nicht tun. Sie stören mich keineswegs mit der auflistung ihrer Probleme" gestand er ihr und war selbst ein bisschen über sich überrascht gewesen das er sowas zu einer fremden sagte. Zu ihrem letzten Kommentar zeichnete sich ein leichtes lächeln ab. "Wohlmöglich haben sie damit recht. Doch wer weiß das schon?" gab er von sich und trank einen schluck seiner Cola.

@Clarissa Kensington

zuletzt bearbeitet 29.03.2016 17:31 | nach oben springen

#18

RE: Bar

in Mystic Grill 29.03.2016 17:49
von Gelöschtes Mitglied
avatar

"Nein, natürlich möchte ich da nicht bleiben, doch fehlt mir momentan leider der Ansporn oder ein Grund, um mich zu kämpfen und einen Entzug zu machen. Aber vielleicht kommt eines Tages die Person, für die es sich zu kämpfen lohnt." erwiderte sie ehrlich zu dem jungen Mann, denn irgendwie hatte sie in ihm Vertrauen gefunden, so wenig, wie sie ihn auch kannte, desto mehr war sie überrascht, dass sie ihm so viel von sich preisgab, wobei er ein völlig Fremder für sie war. Daher schluckte sie schwer, denn sie spürte ja, dass er es nicht böse meinte, doch wiederum klang es beinahe ein wenig sorgsam um sie und das war etwas, was Clary verblüffte und so schluckte sie nochmals, bevor sie das Wort ergriff. "Sagen Sie Ben, es scheint beinahe, sie würden sich um mich Sorgen, aber weshalb? Ich meine, ich bin für sie doch eine völlig Fremde." sprach sie nun zu dem attraktiven Mann, während sie wieder inne hielt und tief durchatmete. "Sagen wir so, ich würde gerne noch bleiben, aber das würde mich dazu verleiten, erneut Alkohol zu bestellen oder mir wieder eine Pille einzupfeifen und das ist eigentlich nicht das, was ich für den heutigen Abend noch geplant habe, vielleicht hätten Sie ja Interesse, sich etwas an der frischen Luft zu unterhalten?" schlug die Dunkelhaarige Frau dem gutaussehenden Mann vor, während ein Seufzer ihre Kehle verließ, denn es war alles andere als leicht für die hübsche und dennoch kluge Frau, die immer wieder mit ihrer Vergangenheit auf Kriegsfuß stand. Doch bevor Clary erneut in Gedanken versinken konnte und von ihren Erinnerungen eingeholt werden würde, erklang die Stimme des Mannes wieder in ihren Ohren und so sah sie ihn schmunzelnd an. "Aber was waren Frauen dann bisher für sie? Waren Sie noch nie richtig verliebt?" wollte Clarissa nun erfahren und sah ihn interessiert und mit gespanntem Blick wieder an, denn irgendwie war es so absurd, alleine schon die Vorstellung, dass er nicht vergeben war, so wie es bisher klang und das war ebenso verwunderlich für die Dunkelhaarige, welche nochmals tief durchatmete und ihn mit erwartungsvollem Blick ansah. "Ich kann es mir kaum vorstellen, dass sie wirklich so desinteressiert an den Frauen bisher waren. Ich meine, sie sind doch nicht vom anderen Ufer." kam es dann direkt über ihre Lippen, denn Clary war nicht die Frau, welche ein Blatt vor dem Mund nahm, im Gegenteil, sie war offen und sprach das, was sie dachte und so war sie doch gleich noch neugieriger, was er daraufhin antworten würde, auch wenn ihre Wortwahl vielleicht nicht gerade die höfflichste waren, so war sie nun einmal so und stand zu ihrer Persönlichkeit. °Oh Gott, wenn ich mich mal nicht komplett bei ihm blamiere.° durchzog es derweil ihre Gedanken und wieder trank sie einen Schluck und sah nochmals zu Ben. "Also ich würde gerne eine Runde an die frische Luft gehen, wenn Sie Interesse haben, können sie ja gerne mitkommen." meinte sie noch ehrlich und schenkte ihm ein verzaubertes Lächeln.

@Benjamin Dashwood

nach oben springen

#19

RE: Bar

in Mystic Grill 29.03.2016 18:14
von Gelöschtes Mitglied
avatar

"Nun ich hoffe doch dann sehr das sie bald den Ansporn dazu finden um zu kämpfen. Um sich das Leben zurück zu holen welches ihnen verloren gegangen ist. Oder nein nicht das was ihnen verloren gegangen ist, vielmehr welches ihnen zusteht, denn jeder hat das recht darauf glücklich und zufrieden zu sein, egal in welcher Art und weise das für die betreffende Person auch sein mag." Ihre Frage wieso er sich so sorgte war berechtigt und doch konnte er sie ihr nicht wirklich beantworten. "Keine Ahnung wieso. Ja wir sind einander noch Fremde und doch sorgt es mich wenn ich sehe das jemand den man vielleicht kennenlernen möchte sich aufgibt. Nicht mehr darum kämpft was dieser Person wichtig ist. Zumindest denke ich das es so ist" gab er zu. Seinerseits entsprach das auch vollkommen der Wahrheit. Schließlich lächelete er wieder leicht und nickte dann. "Ja ich hätte auch kein Problem damit unser Gespräch gleich nach draußen an die frische Luft zu verlegen." Dann trank er noch den Rest seiner Cola aus. Schließlich machte er sich gedanklich an ihre Frauenfrage heran. "Nun vom anderen Ufer bin ich nicht und glauben sie mir, ich interessiere mich sehr für Frauen" gab er schonmal zu und begann so mit dem ihm offensichtlichen. "Ja ich weiß nicht genau. Ich war schon mit einigen zusammen doch noch keiner die ein wirkliches Gefühl in mir ausgelöst hatte so das es dann meist immer wieder im Sande verlaufen ist. Was ich konket suche könnte ich auch nicht mal genau sagen. Ich denke ich muss sie einfach sehen und kennenlernen um zu sehen ob es stimmig ist oder nicht" gestand er schließlich. Schließlich zückte er seine Geldbörse und zahlte die Getränke und packte diese dann wieder in seine Tasche. "Nun ich wäre bereit ihnen nach draußen zu folgen Clary" sagte er schließlich mit einem lächeln.

@Clarissa Kensington

nach oben springen

#20

RE: Bar

in Mystic Grill 29.03.2016 18:39
von Gelöschtes Mitglied
avatar

"Das hoffe ich auch und glauben Sie mir, ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass ich wirklich eines Tages davon los komme, denn ich möchte eigentlich ein normales Leben führen, doch wenn mich die Vergangenheit einholt, dann schmerzt es so sehr und wenn man dann nichts hat, was einem Glück oder ein schönes Gefühl vermittelt, nun ja, so ist es wahrlich schwer, sich dann zusammen zu reißen und der Sucht zu wiederstehen, das schaffe ich dann leider einfach nicht. Selbst wenn ich es versuche, es kommt immer wieder der Tag, an dem alles zu viel ist und ich nicht anders kann." erklärte sie ihm ehrlich und sah ihn weiterhin interessiert an, denn es schien beinahe so, als würde er selbst nicht wissen, warum er sich um sie sorgte und seine nächsten Worten bestätigten diesen Verdacht auch. Aber nicht nur das, nein es schien beinahe so, als wäre der attraktive Mann wirklich interessiert an ihrer Person, an der Frau, die hinter dem ganzen Kummer und den Drogen steckt und das war etwas, was der jungen Frau mehr als fremd war, denn noch nie hatte sich wirklich jemand für sie interessiert, außer ihre Freier, welche Sex von ihr wollten, das wars dann aber auch und so war sie natürlich sehr überrascht und blickte ihn etwas verdutzt an. "Heißt es, sie interessieren sich wirklich für mich? Nicht nur für meinen Körper oder Sonstiges, sondern für meine Persönlichkeit?" fragte sie nun nach und blickte ihn mit erwartungsvollem Blick an, denn so recht verstehen konnte es die angetrunkene Clary nicht und doch war sie froh, als er wahrhaftig Interesse daran zeigte, mit ihr hinaus zu gehen und das Gespräch fortzuführen. "Das freut mich, vielleicht kann der Abend ja doch noch eine gute Wendung nehmen oder mich einmal ablenken." gab sie dann ehrlich von sich und schenkte ihm ein Lächeln, während sie seinen nächsten Ausführungen aufmerksam folgte. " Es Hätte mich auch sehr gewundert, wenn Sie nicht an Frauen interessiert wären, aber dennoch finde ich es schade und erstaunlich, dass noch keine Frau dabei war, die sie berührte oder sie gar für sich gewinnen konnte. War dies eher ein Problem bei Ihnen oder waren die sogenannten Beziehungen eher so eine Art Affären, damit sie einfach nur die Wünsche eines Mannes oder eher gesagt die Bedürfnisse stillen konnten?" kam es nun direkt fragend über ihre Lippen, bevor sie wieder für einen Moment verstummte und sah, wie er die Getränke bezahlte. Doch schluckte sie und ergriff nochmals das Wort. "Nun ja, vielleicht finden Sie ja hier in Mystic Falls die Richtige Frau für sich." gelangte es aus ihrer Kehle, ehe sie wieder schluckte und ihr Glas leerte. Sie bezahlte ebenso ihre Getränke und blickte erneut zu Ben, der doch wahrlich ein Rätsel für die junge Frau zu sein schien und doch war es schön, dass sie jemanden gefunden hatte, der ihr wirklich einmal einfach zuhörte, ganz gleich, ob sie sich kannten oder auch nicht. "Na dann können wir ja los." zwinkerte sie ihm dann mit einem zauberhaften Lächeln zu und verließ gemeinsam mit Ben den Grill.

<<< Pension <<< Weg zur Pension

@Benjamin Dashwood

nach oben springen

#21

RE: Bar

in Mystic Grill 08.05.2016 15:31
von Elena Gilbert | 3.043 Beiträge

Elena spürte, wie Kai anscheinend immer mehr aus seinem eigentlichen Konzept zu kommen schien und dies ließ die Brünette schmunzeln, während sie in dem Auto saß und darauf wartete, dass auch er einstieg. Nachdem dies dann endlich geschehen war, vernahm die Brünette abermals die Worte des jungen Mannes und konnte nicht anders, als zu kichern. Denn seine Einfälle waren wirklich goldeswert und manchmal doch ein wenig amüsant. „So so, haben wir das?! Na ich denke mal, das kauft uns jeder ab, wenn wir das gut spielen und du es mit mir aushälst, sollte uns heute keiner mehr danach fragen oder daran zweifeln, dass wir ein Pärchen sind, zumindest offiziell, solange wir in der Nähe des Krankenhauses sind, aber sobald wir hier weg sind, werde ich dich natürlich wieder erlösen.“ Erklärte Elena dem jungen Mann und lächelte wieder, wobei sie zugeben musste, dass sie gar nicht von ihm ablassen wollte, denn irgendwie wies er viele Geheimnisse auf und Elena wollte alles von dem jungen Mann wissen, egal, wie schlimm oder gut es war. °Hoffentlich bin ich ihm nicht zur nahe getreten.° durchzog es derweil ihre Gedanken, während ihr Blick wieder auf ihm ruhte. „Und um auf deine Frage zu antworten, ich kann sowas sagen, weil ich dich bisher als unsicher und einsam erlebt habe und ich muss sagen, irgendwo ist das auch wahrlich niedlich.“ Kam es dann ehrlich über die wohlgeformten Lippen der dunkelhaarigen Schönheit. Wieder abwartend, was folgen würde, blickte Elena aus dem Fenster, als sie spürte, wie Kai langsam mit dem Auto von dannen fuhr und sie eine ihr bekannte Straße entlang fuhren. Das Gespräch weiter fortführend, während die Brünette immer mal wieder zu Kai blickte und ihm ein zauberhaftes Lächeln schenkte. „So so, du hättest also nichts gegen Flitterwochen?! Du kennst mich doch aber kaum und ich meine Essen ist gut, Kräfte brauchen wir so oder so, da hast du schon recht und ich teile durchaus die Meinung, dass wir uns erst einmal stärken müssen.“ Fügte sie mit an und lächelte nochmals, bevor sie ihren Blick wieder aus dem Fenster wandte und die weiteren Worte des Mannes den Weg in ihre Ohren fanden. Ja, sie fühlte sich wohl bei ihm und er war auch jemand, der durchaus Interesse in der Dunkelhaarigen hervor rief und immer wieder etwas in ihr wach rüttelte, was sie nicht in Worte fassen konnte, denn er war anders und irgendwo unheimlich und doch weckte er das Interesse der Brünetten immer wieder aufs Neue, vielleicht war es seine ganze Art, seine Ausstrahlung, einfach das Motto No Risk no Fun, was sie an ihm faszinierte, sie wusste es nicht und doch genoss sie es sichtlich. Daher war sie froh, als erst einmal die Stille einkehrte zwischen Ihnen und sie diesen Moment, den er womöglich eben so wenig enden lassen wollte, wie sie, zu verarbeiten oder gar eine Erklärung zu finden, warum gerade er es der Schönheit angetan hatte. Daher kam über ihre Lippen nur. „Auf geht’s und los.“ Hinzufügend zu seinem Wort Abenteuer, welches er kurz zuvor verlauten ließ. °Oh Gott Elena, was machst du bloß? Du verlierst den Verstand.° dachte sie derweil und blickte noch einmal um sich, ehe sie schließlich dem Grill näher kamen und Kai das Auto parkte. Der Motor ausgeschaltet, blieb Elena noch kurz im Auto sitzen, während ihre Hand zu der seinen wanderte und diese sanft berührte. „Kai, bitte verzeih das vorhin, ich wollte dir wirklich nicht zu nahe treten.“ Entschuldigte sich die Brünette nochmals, denn irgendwie hatte sie ein schlechtes Gewissen, ihn wirklich überrumpelt zu haben, wobei sie ihm ja nur helfen wollte und ihm irgendwo auch wirklich einen Kuss schenken wollte, vielleicht war es der falsche Augenblick, vielleicht der falsche Moment, sie hatte keine Ahnung und daher riskierte sie es einfach, aber dennoch ließ sie nun vom dem jungen Mann ab und stieg aus dem Auto. „Na dann, mal auf zum Essen.“ Meinte sie nur und ging mit Kai neben sich in Richtung Grill, wo sie ihren Blick kurz durch diesen schweifen ließ, ehe sie schließlich zur Bar mit ihm ging und sich dort niederließ. Abwartend, was er auf ihre Worte hin sagen würde oder wie er sich am weiteren Tage verhalten würde.

@Kai Parker

nach oben springen

#22

RE: Bar

in Mystic Grill 08.05.2016 23:04
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Chapter 3


Kai atmete tief. Er hatte Elena nicht als besonders zutraulichen Menschen eingeschätzt. Ehrlich - ja, aber so zwanglos? Sie redete über ihn, als könne sie ihn wie ein offenes Buch lesen, als würde sie verstehen wie er tickte. Er versuchte ihre Aussagen hinsichtlich seiner Einsamkeit und Unsicherheit gar nicht erst zu verneinen. Es war einfacher Fehleinschätzungen einfach hinzunehmen als eine davon überzeugte Person vom Gegenteil zu überzeugen. “Vorsicht”, warnte er. “Ich bin kein Welpe. Viel eher ein Wolf, Madame! Kann schnell zubeißen” Er fletschte unbefangen seine blitzenden Zähne und knurrte, bevor die Grimasse einem sorglosen Lachen wich. Ihre sanftmütige Art hatte eine Anmut an sich, die ihr sicherlich noch viele Vorteile im Leben verschaffen würde. Es gab oft Streit zwischen Mädchen aufgrund von Konkurrenzkämpfen. Sie schien sich nicht auf solch läppisches Blutvergießen einzulassen. Klar, sicher war sie beliebt unter ihren Freunden, aber sie hatte sich ihr Ansehen anderer nicht durch intrigante Spielchen einräumen müssen. Elena war sportlich, intelligent, empathisch, fürsorglich und freundlich. Er musste gestehen, durch ihre herzensgute Art auch leicht verwundbar. In Gedanken versunken folgten seine Augen gelangweilt dem Straßenverkehr. Er konzentrierte sich auf die vorbeifahrenden Autos. In der Zwischenwelt hatte er vielleicht erlernt ein Flugzeug zu fliegen, daher war das Fahren an sich das Mindeste seiner Probleme. Allerdings hatte die Technik einige Updates erhalten, welche er aktiv analysieren musste, um den Ruf seines berüchtigten exzellenten Fahrstils zu bewähren. Er fuhr aus einem Gedankenkompott aus frischen und alten Erinnerungen hoch, als sie zum Stehen kamen. Elenas Finger streichten bedachtsam über seine. Fast wäre er mit seinem Daumen über ihren Handrücken gefahren, um den Hautkontakt zu verlängern. Kai wusste, dass er große Schwierigkeiten hatte, emotionale Bindungen einzugehen, kannte niemanden, dem er rein affektiv näher stand, als ihr. Und Elena kannte er wie lange? Stunden, die er mit den Fingern abzählen konnte. Es mochte traurig für Drittpersonen klingen, aber er scherte sich nicht um tiefgreifende Beziehungen. Menschen hatten einen Nutzen. Sie konnten sich um ihn kümmern, ihm helfen und ihm dennoch irgendwann in den Rücken fallen. Es war mehr Fluch als Segen für sein Umfeld zu empfinden. Und solange ihn keiner vom Gegenteil zu überzeugen schaffte, würde er es bei seinem Urteil belassen: Enttäuschungen sollten immer vermieden werden, wenn sie sich vermeiden ließen. Er stieg wortlos aus und drückte wieder wahllos auf die Knöpfe des Autoschlüssels, um den Streifenwagen abzuschließen. Nicht, dass noch jemand auf die Idee kam einen geklauten Wagen zu klauen. Als er das klickende Geräusch wieder vernahm, ballte er eine Faust und knickte seinen Ellenbogen ein, dass er via der Handbewegung Stolz heraussprudeln ließ. "Yes!" Während er schnellen Schrittes auf Elena zu lief, atmete er ruhig aus, seinen nonchalanten, entspannteren Gang neben ihr fortsetzend. Als sie eintraten, schaute er sich neugierig um. Das sogenannte Mystic Grill hatte ein sehr gemütliches und heimisches Ambiente, schien Kneipe und Gaststätte zugleich zu sein. Er bemerkte mehrere Personen im Augenwinkel. Überraschenderweise zuckten seine Finger, als würden sie dem Knistern von Magie folgen wollen. Er war sich sicher, dass sich in der Einrichtung weitere Hexen befinden mussten, aber seine Sinne waren nicht genügend im Einklang mit seinem Körper, um sie bestimmten Auren - Energiefeldern um den Körper - zuordnen zu können. Kopfschüttelnd beobachtete er wie Elena sich auf einem Barhocker niederließ. “Willst du dich etwa volllaufen lassen, mein Engel? Nicht, dass du später vom Hocker fällst.” Er setzte sich neben sie, seine Mundwinkel seine Wangen aus dem Gesicht schiebend, tiefen Grübchen Platz machend. “Hat’s wehgetan, als du vom Himmel gefallen bist? Du kennst sicherlich die 10 dümmsten Anmachsprüche? Weißt du, der wäre in der Situation sogar passend” Er räusperte sich und griff nach einer Speise- und Getränkekarte. “Und zu dem Kuss vorhin. War kurz echt sprachlos, dass du dich dafür entschuldigen wolltest. Küss mich sooft du willst. Ich habe nichts dagegen, versprochen” Er zwinkerte schelmisch und schaute wieder in die Karte. Letztendlich entschied sich Kai für einen deftigen Cheeseburger und Pommes mit Ketchup und Mayo. Und nein, er hatte keine Angst sich zu dem Stereotypen eines Amerikaners zu bekennen, minus den Patriotismus.

@Elena Gilbert

nach oben springen

#23

RE: Bar

in Mystic Grill 10.05.2016 10:14
von Elena Gilbert | 3.043 Beiträge

Die Worte von Kai fanden den Weg in die zierlichen Ohren von Elena, als diese ein wenig schmunzelte, und auf diese hin reagierte. "Du bist gut, ein Wolf, haha, wo ist dann dein Schwanz und dein Wolfsgebiss?" zog sie den jungen Mann ein wenig auf, bevor sie auch schon das fletschen wahrnahm. Sie kicherte ebenso mit ihm und ließ die Stille einkehren, bevor sie schließlich ihr Gespräch auf den Barhockern des Grills fortführten. Seinen Worten folgend, konnte sie nicht anders als zu schmunzeln, während ihr eine zarte Röte ins Gesicht stieg, denn hatte Kai sie gerade wirklich ´Mein Engel` genannt. Ihre Augen größer werden, blickte sie etwas fassungslos zu dem Jüngling und musterte diesen ein wenig, ehe sie das Wort ergriff. "Nein, voll laufen lassen möchte ich mich nicht Geliebter. Im Gegenteil, ich werde nur ein Wasser trinken, wie sieht es mit dir aus? Willst du dir etwa die Kante geben?" neckte sie den jungen Mann nun auch etwas, denn was er konnte, konnte die hübsche Brünette ebenfalls und so lächelte sie sanftmütig, während sie den weiteren Worten des jungen Mannes folgte. "Du bist also wohl auch nur ein Macho, wie jeder andere Kerl auch?! Willst mich mit billigen Anmachsprüchen rum bekommen? Ich denke, wir sind beide alt genug, um genau solche Dinge nicht zu tun." fügte sie weiterhin mit an und ließ die Stille kurz zwischen ihnen wirken, als abermals die Stimme des Dunkelhaarigen den Weg in ihre Ohren fand. Diese ließen sie hellhörig werden und für einen Moment musste Elena wahrlich nachdenken, wie sie nun auf diese Worte hin reagieren sollte, denn es schien beinahe so, als würde er den Kuss zwischen ihnen genossen haben, aber wiederum klingt es so, als wolle er ihr nur klar machen, dass es ihm gleich ist, wie oft sie ihn küssen würde, denn es war einfach nur eine wohlige Tat. °Oh Man, was hab ich bloß getan?° durchzog es fragend ihre Gedanken, bevor die hübsche Dunkelhaarige versuchte die richtigen Worte zu finden und an ihn zu richten. "Nun, zu einem Kuss gehört mehr, als nur ein gewisses Verlangen oder Sonstiges, denn ein Kuss strahlt Gefühle aus, er sollte etwas in einem auslösen, aber nicht nur aus Spaß an der Freud gegeben werden." meinte Elena nun ehrlich und hielt für einen Moment inne, denn so recht, wusste die junge Frau nicht, was sie wirklich sagen sollte, denn sie hatte den Kuss wirklich genossen und mochte den jungen Mann wirklich gern, auch wenn sie ihn kaum kannte, löste er etwas in ihr aus, was sie schon so lange nicht mehr gefühlt hatte und dies machte der jungen Frau irgendwo ein wenig Angst, weshalb sie ihren Blick für einen Moment von Kai abwandte und durch den Grill schweifen ließ. Ehe sie ihren Blick wieder auf die Karte richtete und diese studierte. Die junge Brünette entschied sich für einen Salat und eine kleine Portion Pommes, denn in diesem Moment brauchte sie dies einfach, um wieder zu Kräften zu kommen und sich einfach klar darüber zu werden, wie sie nun mit Kai umgehen sollte, aber da sie nicht weiter davon reden wollte oder auf ihre Worte rum hacken wollte, versuchte sie das Gespräch nun in eine andere Richtung zu lenken, weshalb sie die Führung des Gespräches wieder übernahm. "Sag mal, wie stellst du dir den weiteren Verlauf des Abends noch vor?" erkundigte sich dann Elena, während sie nun doch seine Hand los ließ um diese Gänsehaut nicht weiter verspüren zu müssen, denn es war für die hübsche Braunhaarige wahrlich ein merkwürdiges Gefühl. Denn immer wenn sie den jungen Mann berührte, fühlte sie dieses Kribbeln, dieses Verlangen in sich, welches man im Normallfall nur spürte, wenn man Gefühle für jemanden hatte und so war Elena doch sehr unsicher, was die ihren dem jungen Mann gegenüber zu bedeuten hatten. Ihr Blick erwartend und interessiert wieder auf Kai gerichtet, dessen Stimme kurze Zeit später wieder in ihren Ohren erklang.

@Kai Parker

nach oben springen

#24

RE: Bar

in Mystic Grill 10.05.2016 15:23
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Chapter 4


Skeptisch zog Kai eine Augenbraue hoch, während Elena versuchte ihre leicht entgleisten Gesichtszüge unter Kontrolle zu bringen. Er beobachtete wie ihre Wangen einige Sekunden Feuer fingen, bevor sie sich sammelte und es eilig wieder löschte. Klar versuchte Kai ihr zu schmeicheln. Nur kam er nicht umhin, selbst nicht genau zu wissen, ob das Umwerben noch Part ihres Spiels war. Dennoch konnte Kai sich nicht sicher sein, denn wie hatte Goethe noch gleich gesagt? Nie schmeckt ein Mädchen einen Kuss, das sich nicht nach dem zweiten sehnte. Sie riss ihn aus seinen Gedanken. ‘Geliebter’. Also war der Austausch von Bakterienkulturen für sie wirklich nicht mehr gewesen, als ihre rosigen Wangen hatten zumuten lassen. Nicht, dass er sich etwas Anderes gewünscht hatte. Er runzelte die Stirn, während er sie aus dem Augenwinkel musterte. Ihre weichen Züge, die großen braunen Augen, die schmale, geschwungene Oberlippe. Das schöne Gesicht wurde von langen braunen Haaren umgeben. Oder doch? Er zuckte ungezwungen mit den Schultern und tippte mit einem Finger auf die Karte. “Ich nehme den ganz harten Stoff, nix für kleine Knirpse. Ne große Coke” Er nickte zur Karte und stieß dramatisch die Luft aus. “Für nen richtig harten Zuckerschock” Seine Augen bohrten sich in das Menü, um etwas bei sich sein zu können, sich selbst zu verstehen, selbst wenn es ihm bisher nie gelungen war. Vor einigen Jahren hatte er den Plan schließlich verworfen seinen eigenen Therapeuten zu spielen, um mit den Dämonen, die an seinen Nervensträngen labten, fertig zu werden. Irgendwann hat er sich eingestehen müssen, dass seine Selbsteinschätzung und die richtige Bewertung und Einordnung dessen, was er fühlte, genauso wie seine Chance auf Erlösung, verrottet waren. Aber das Blatt hat sich gewendet. Eine zweite Chance hat Kai heute endlich bekommen, nur was er mit ihr anfangen sollte, wusste er noch nicht.

Elenas Kuss hatte in Kai etwas ausgelöst, angenehme Wärme in seine Brust geschossen und ein stilles, fremdartiges Grummeln in seiner Bauchgegend erzeugt. Kai schien vielleicht triebhaft zu sein. Seine Familie hatte ihn wie ein unzähmbares, wildes Tier weggesperrt. Im Glauben, er wäre zu animalisch, um mit ihm auf eine andere Art zurechtzukommen. Aber sie hatten seinen Denkapparat damals noch weniger verstanden als er selbst. Für Triebe hatte er wenig übrig. Klar waren sie vorhanden, aber in gesundem Maße wie bei allen anderen Menschen. Was ihn motivierte, war schiere Rationalität. Er dachte faktisch, brachte Struktur in den Wirrwarr seines Verstandes und versuchte so mit ihm zu kooperieren. Er war nicht brutal, weil er den ‘Drive’ unbedingt brauchte, sondern weil er das Vermögen hatte, kalkulierend genug sein zu können, um bestimmte Handlungen, ohne mit der Wimper zu zucken, einfach durchzuziehen, um gefährliche Situationen zu bewältigen. Kai war Überlebenskünstler, mehr als alles andere. Deshalb stimmte er Elena zu. Er hatte ihren Kuss nicht erwidert, um einer Wollust in seinem Körper nachzukommen. “Du kannst einen Lügner anhand des Zuckens seines Mundwinkels erkennen. Du kannst lachen. Wenn du deinen Mund öffnest, kannst du sprechen und traust du dich nicht zu reden, wird dich niemand hören. Lippen sind das Tor zur Seele. Und weil Lippen so viel über den Charakter eines Menschen aussagen, sollte man nur die Wenigsten in die Nähe der Eigenen lassen” Er war froh, dass ihn die Kellnerin unterbrach, um einen dampfenden Teller vor ihm zu platzieren. Sie schob einen Bierdeckel auf den Tresen, um darauf seine Cola abzustellen, bevor sie Elenas Bestellung vor ihr ablegte, um danach weiter ihrem Job nachzugehen. Er machte ein überglückliches, lautes Geräusch, das sowohl einem Quieken als auch einem Knurren ähnlich sehen könnte, wenn es nicht vollkommen widernatürlich klingen würde. Kai stürzte sich nahezu in sein Essen. “Kommt darauf an, wann du Zuhause sein möchtest, mein Engel”, witzelte er und fügte gedanklich noch eine scherzhafte Bemerkung zu ihren Flitterwochen an.

@Elena Gilbert

nach oben springen

#25

RE: Bar

in Mystic Grill 10.05.2016 17:51
von Elena Gilbert | 3.043 Beiträge

Bei seinen Worten konnte Elena sich das Lachen nicht verkneifen, denn er hatte wirklich drauf, seine eigentlichen Taten immer noch aufzubauschen, ebenso wie seine Bestellungen, man könnte denken, er würde sich wirklich das Härteste von Härtesten bestellen und am Ende bestellte er doch nur eine Cola, was die junge Frau abermals schmunzeln ließ. "Den kannst du wohl auch gebrauchen. Denn Zucker soll ja bekanntlich auch das Denken anregen und dies könntest du denke ich auch ganz gut gebrauchen." meinte sie ehrlich und schenkte ihm ein Lächeln, während ihre Haare ins Gesicht fielen. Kurzerhand streifte sie sich ihre Strähnen hinters Ohr und spitzte ihren Ohren, als Kai mit seinen weiteren Ausführungen begann. Was er ihr damit jedoch sagen wollte, wusste die junge Frau nicht, denn eigentlich hätte man denken können, dass dies einer Offenbarung war, dass für ihn das auch nicht nur ein Kuss war, sondern mehr, aber so recht zugeben wollte es der junge Mann auch nicht, weshalb Elena nicht so recht wusste, was sie daraus zu deuten hatte, doch sehnte sich die junge Frau zum wiederholten Male nach seinen weichen Lippen und doch versuchte sie ihrem Verlangen zu widerstehen, um nicht noch peinlicher dar zustehen, als überhaupt, denn wüsste Elena, was Kai in seiner Vergangenheit getan hatte, so würde sie sicher nicht das für ihn empfinden können, was sie zum jetzigen Zeitpunkt verspürte und doch war dies ein wohliges und schönes Gefühl, aber ehe sie noch weiter darüber nachdenken konnte, sah sie auch schon wie die Kellnerin deren Bestellung brachte, was die Brünette einen wohligen Seufzer verlauten ließ. "Vielen Dank." kam es über ihre wohlgeformten und schmalen Lippen, ehe sie ihren Blick zu dem jungen Mann wandte und diesem ein zauberhaftes und zugleich süßes Lächeln entgegenbrachte. Sie aß einen Pommes und ein stocherte ein wenig in ihren Salat rum, ehe ihr beinahe das Essen im Halse stecken blieb, denn Kai hatte sie doch ernsthaft zum wiederholten Male an diesem Abend ´Mein Engel `genannt. Die Dunkelhaarige bekam einen Hustenanfall und musste erst einmal das Besteck fallen lassen und einen Schluck von ihrem Wasser nehmen, denn sie war so perplex in diesem Moment, dass sie nicht so recht wusste, was sie sagen sollte, doch irgendwie fing sich die hübsche Frau wieder und konnte das Wort ergreifen. "Nun, ich denke, dass ich keine bestimmte Zeit habe, wann ich zu Hause sein muss, also von daher steht uns der Abend völlig frei Schätzelein." versuchte nun auch die Brünette dem jungen Mann zu umschmeicheln, während ihr Blick dein seinen kreuzte und ihre Hand sich langsam auf die seine niedersinken ließ. "Sag mal Kai, warst du schon jemals richtig verliebt in deinem Leben? Also in der Zeit, bevor du völlig isoliert wurdest?" versuchte Elena nun Genaueres von ihm zu erfahren, während eine undefinierbare Wärme ihren Körper durchzog und ihr Blick noch immer an dem seinen haftete und sie tief in seine Augen blickte. Man könnte beinahe denken, sie konnte bis zu seiner Seele durchsehen und doch schien eine Blockade einen Teil zu verbergen. "Kai, bitte nehme es mir nicht übel, aber ich möchte etwas versuchen." sprach sie dann ehrlich zu dem jungen Mann und zögerte noch einen Moment, während sie sich langsam seinem Gesicht näherte und als er aufgegessen hatte, vorsichtig ihre Lippen abermals auf die seinen legte und ihm einen sanften Kuss auf diese hauchte, ganz gleich, wohin dies führen würde, sie wollte einfach für sich erfahren, ob sie mehr für ihn empfindet oder nicht und ehe sich die Brünette versah, spürte sie dieses Kribbeln, dieses Verlangen nach mehr, am liebsten würde sie den jungen Mann in einen verführerischen oder auch leidenschaftlichen Kuss zu verwickeln, aber sie riss sich zusammen und löste sich sanft wieder von dem jungen Mann und sah ihn mit entschuldigendem Blick an, während eine gewisse Unruhe ihren Körper durchzog und sie leicht begann zu zittern, während in ihr ein gewisses Feuer loderte, was sie nicht so recht einordnen konnte, daher beschloss sie einfach weiter ihren Salat zu essen und zu tun, als ob so eben nichts geschehen war, denn so unsicher wie sich Elena bei Kai war, war sich die Brünette seit dem Tod ihrer Eltern schon lange nicht mehr. Erwartend, was der attraktive Jüngling dazu äußern würde, ließ sie ihren Blick wieder auf ihren Salat sinken.

@Kai Parker

nach oben springen

#26

RE: Bar

in Mystic Grill 11.05.2016 01:24
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Chapter 5


Kai grinste mit vollem Mund, während er sich den Burger reinstopfte und großzügige Schlücke von der Cola nahm. Nach jahrelanger Isolation hatte er verlernt sich in der Öffentlichkeit angemessen zu verhalten. Denn er hatte das Glück nicht von einer Gesellschaft durch subtilen Druck von Außen definiert worden zu sein. Kai mochte es, Elena zum Lachen zu bringen und ihre neckische Seite herauszukitzeln. Sie hatte ein ehrliches Lachen. Wahrscheinlich hatten ihr schon viele Menschen gesagt, dass sie die Reinheit in Person sein musste. Daher war es umso prekärer, dass sie ihn in ihrer Gesellschaft mochte, er in ihren Augen kein Parasit war. Klar, sie wusste nicht alles über ihn. Und dabei würde er es auch belassen, wenn er weiterhin mit ihr Zeit verbringen wollte. Amüsiert über Elenas überrumpelte Reaktion auf ihren neuen Kosenamen, klopfte Kai ihr beruhigend auf den Rücken, seine Besorgnis zum Ausdruck bringend, als er ihr das Glas Wasser reichte. Dann bemerkte er wie eng sie eigentlich zusammensaßen. Sein Ellenbogen streifte fast ihren Oberarm. Fast konnte er die Wärme spüren, die ihr Körper ausstrahlte, ihre Essenz zum Glühen brachte. Ihre Ausstrahlung brachte sicherlich viele Männer aus der Fassung. Umso gestärkter war sein Selbstvertrauen, als er sich im Klaren darüber wurde, mit wem sie entschieden hatte, ihre Freizeit zu verbringen - anfangs mehr oder minder freiwillig. Und er kam nicht umhin an etwas erinnert zu werden. Kai hatte früher lange mit einem unglaublich lästigen Albtraum gekämpft. Es war komisch, dass er sich genau jetzt an ihn erinnerte, wo er rundum glücklich war, sogar gleich zwei Schönheiten vor seinen Augen hatte: Elena und den Burger.

Er - wie viele andere kleine Kinder - hatte früher Angst vor großen Schränken gehabt. Sein Traum war immer derselbe gewesen. Sein Vater würde ihm zuerst erklären, dass sich hinter jeder verschlossenen Schranktür ein Monster befände, aber solange sie fest verschlossen waren, die Gespenster nichts anrichten könnten. Er würde seinen Zeigefinger heben und seinem Sohn direkt in dessen Augen starren. Nur sobald man sie bei Nacht öffnete, würden sich die furchteinflößenden Wesen materialisieren und sich auf ihr Opfer stürzen. Immer, wenn er nachts panisch und zitternd aufwachte, hatte Kai seine Kleiderschränke zu öffnen versucht. Nicht, um sich selbst zu versichern, dass sie nicht echt waren, sondern um die Gräuel freizulassen. Er glaubte, sie würden sich nicht materialisieren, ihn nicht angreifen, wenn er selbst zu den Dämonen und Abscheulichkeiten der Welt gehörte. Er wollte testen, ob Joshua Recht behalten würde. Und jedes Mal, wenn Kai die Schranktüren geöffnet hatte, waren sie nicht da gewesen. Und egal wie gut er sich jeden gottverdammten Tag benommen hatte, egal wie hilfsbereit, einfühlsam und freundlich er tagsüber gewesen war - es hatte nachts keine Rolle gespielt.

Kai fuhr hoch, als ihm ein kalter Schauer über den Rücken lief. Was, wenn Elena seine eigene metaphorische Schranktür öffnete und alles sah, was er so gutgelaunt und nonchalant verstecken konnte? Kai rüttelte sich von den negativen Gedanken los, als sie meinte, sie könne den gesamten Abend mit ihm verbringen. “Yes!”, rief er und streckte seine Faust in die Höhe, bevor er geheimniskrämerisch schmunzelnd den letzten Bissen seines Burgers auf der Zunge zergehen ließ. Plötzlich spürte er wie sich Gänsehaut von seinen Unterarmen, zu seinen Oberarmen, über seinen gesamten Rücken ausbreitete, als Elena ihre Finger über seinen Handrücken tänzeln ließ. Ihre darauffolgende Frage ließ ihn schwer schlucken.

Er hatte in seiner Jugend drei bedeutende Beziehungen gehabt. Seine erste mit einem Mädchen namens Mila. Ihre Mutter war für die Außenpolitik mit anderen Hexenzirkeln des Westflügels der Gemini zuständig gewesen. Sie hatten sich mit 14 kennengelernt und auf langweiligen Meetings zusammen mit Jo Käsekästchen und Tik Tak Toe gespielt. ‘Zusammen’ waren sie ungefähr zwei Jahre gewesen, bis sein Vater ihm verboten hatte, mit anderen Kindern des Zirkels zu verkehren, solange er seine ‘teuflischen Kräfte’ nicht unter Kontrolle hatte. Dann war da noch Ivy, eine Schulkameradin von ihm und seiner Zwillingsschwester, die bei jeder Party dabei sein wollte, wenn eine stattfand. Weil Ivy keine Hexe war, konnte er ihr auch keine Kräfte aussaugen. Wenn Kai sich recht erinnerte, war sie damals lustig, rebellisch und oft taktlos gewesen. Aber irgendwann hatte sie ihn so sehr ins Partyleben hineingezogen, dass er Tag von Nacht zu unterscheiden verlernt hatte. Und schlussendlich war er gegangen. Seine dritte Freundin war ein Mädchen namens Gabrielle gewesen. Kai hatte sie ‘Gab’ genannt. Doch er selbst war zu zerstört und mit sich und der bevorstehenden Verschmelzungszeremonie beschäftigt gewesen, um genug Interesse für sie übrig zu haben. “Verliebt? Ne, nich wirklich”, murmelte er nachdenklich. “Aber geliebt hab ich schon. Meine Zwillingsschwester Jo und ich zum Beispiel waren in unserer Kindheit unzertrennlich. Ich bin nicht der Zinnsoldat von Oz. Hab auch ‘n intaktes Herz und alles” Seine Miene verdüsterte sich für einige Sekunden, als er sich ins Gedächtnis rief, dass Jo ihn und sich selbst verraten hatte, als sie und sein Vater sich gegen ihn verschworen hatten, um ihn zu verbannen. Er stieß die Luft aus. Nicht, dass er verletzt war, aber seine Schwester hatte somit geschafft, den Sinn beider ihrer Leben komplett in den Sand zu setzen. Sie sind geboren worden, um irgendwann in dem Ritual zu verschmelzen. Und sie hatte ihr Schicksal mit Füßen getreten.

Sich aus dem Knäuel an Gedanken befreiend, blickte er neugierig zu Elena. Bevor er Zeit hatte sich die Frage zu stellen, was sie denn versuchen wollte, war sein Verstand schon wie leergefegt, als sie sich an ihn schmiegte und ihre Lippen fast vorsichtig auf seine legte. Seine Sicht flackerte kurz, während er verwirrt blinzelte. Er drehte seine Hand auf dem Tresen so, dass er seine Finger mit ihren verschränken konnte. Aber genauso schnell wie der Moment gekommen war, war er auch wieder verschwunden und während er sich sammelte, um ihre Geste richtig einzuschätzen, war sie damit beschäftigt, wortlos mit der Gabel in ihrem Salat herumzustochern. Und diesmal war Kai es, der sich vorbeugte, ihre verschränkten Finger entzwirbelte, um seine Hände an ihren Hals zu legen und die Distanz zwischen ihren Lippen zu schließen. Auch er tat es ihr gleich, küsste sie sanft, während er versuchte sich an den Hautkontakt zu gewöhnen und das stille Grummeln in seinem Bauch unter Kontrolle zu bringen. Der Kuss war kein Kampf von Zungen oder ein Austausch von Speichel. Sie sollte etwas verstehen. Dass sie sich bei ihm für nichts entschuldigen musste. Vor allem nicht, wenn sie etwas tat, was ihn mit Endorphinen überflutete und überglücklich machte. Er löste sich langsam von ihr, küsste ihre rechte Wange, bevor er sich zurücklehnte und seine Hände von ihrer Haut losbrachen. “Bitte nimm’s mir nicht übel, aber ich wollte etwas versuchen”, kommentierte er schnippisch. “Was wolltest du vorhin versuchen, Elena?”

@Elena Gilbert

nach oben springen

#27

RE: Bar

in Mystic Grill 11.05.2016 12:09
von Elena Gilbert | 3.043 Beiträge

Das ´Yes` welches sehr euphorisch, beinahe schon glücklich über seine Lippen kam, ließ die junge Frau große Augen machen, denn sie konnte sich nur schwer erklären, weshalb Kai jetzt zu freudig zu sein schien. Das konnte doch wohl kaum daran liegen, dass die Brünette durchaus den ganzen Abend für ihn Zeit hatte oder doch? Sie wusste es nicht und schaute etwas sprachlos oben drein, bevor sie das Wort ergriff und sich erkundigte, ob es wirklich so war. „Deine Geste mit der Faust gerade und dieses beinahe schon freudige Yes, welches du verlauten gelassen hattest…hängt das etwa damit zusammen, dass ich den ganzen Abend noch nichts vor habe und die Zeit mit dir verbringen könnte?“ wollte die junge Frau nun neugierig von dem Jüngling erfahren, welcher doch wahrlich rätselhaft für Elena war, denn so kurz die Zeit auch war, in der sie ihn bisher kennen gelernt hatte, desto rätselhaftes und geheimnisvoller wurde Kai für die hübsche Dunkelhaarige, egal, wie sie auch versuchte ihre Gedanken zu ordnen, sie konnte es einfach nicht und so sah sie ihn abwartend auf seine Reaktion an und ließ für einen Moment die Stille zwischen Ihnen Einzug gewähren. Doch während sie auf ihre Antwort wartete, vernahm sie die weiteren Worte, die Kai bezüglich ihrer Frage verlauten ließ und kurz schluckte die hübsche Frau, ehe sie die Führung des Gespräches übernahm. „Ach was Kai, du willst mir doch nicht weiß machen, du hattest noch nie eine wirkliche Freundin oder hast noch nie wirklich geliebt, außer deine Schwester?“ meinte sie und hielt für einen Moment inne, als sie doch wieder das Wort ergriff. „Los, komm schon, erzähl mir die Wahrheit oder ist sie so traurig, dass dich deine große Liebe hat sitzen lassen?“ scherzte die Brünette nun doch schon etwas fies rum, während sie ihre Hand zu einer Faust formte und in seine Schulter boxte. „Komm schon, erzähl, was deine Herzensdame mit dir angestellt hat, dass sie es nicht wert zu sein scheint, dass du über sie redest, das muss doch Gründe haben.“ Forderte die Braunhaarige den attraktiven Mann weiterhin auf und ließ ihren Blick nochmals durch den Grill wandern, ehe sie ihren Salat weiter aß und gespannt auf die Reaktion von Herrn Parker wartete. Doch bevor sie darüber weiter nachdenken konnte oder sich ihre eigene Geschichte in Gedanken ausmalen konnte, spürte Elena, wie Kai seine Hand in ihren Nacken legte und sie nicht anders konnte, als tief in seine wunderschönen Augen zu versinken, während sich ihre Lippen langsam näherte und sie gerade noch etwas sagen wollte, als Kais Lippen, die ihren sanft bedeckten und es abermals zu einem liebevollen und sehr feinfühligen Kuss zwischen ihnen kam. In Elena loderte des Feuer und eine Gänsehaut überkam ihren Körper, ebenso wie ein Schauer, der nicht lange auf sich warten ließ, kurz zuckte Elena sogar zusammen, denn berauscht von ihren Gefühlen konnte die junge Frau nur schwer einschätzen, was sie von seiner Tat halten soll und umso erleichterte war sie dann, als sich der Kuss wieder löste, wobei sie mit ihrer Zunge sanft über ihre Lippen streichte, um ihn schmecken zu können, tarnend mit ihrem Finger, den sie kurz danach über ihre Lippen bewegte. °Oh Gott, Elena, reiß dich zusammen, du darfst das nicht zulassen, du kennst ihn doch kaum. Was wenn er ein Mörder ist, der daher isoliert wurde.° versuchte sie sich in Gedanken zurecht zu weisen, doch gelang ihr dies eher schlecht als recht, denn sie mochte ihn, aus welchen Gründen auch immer und konnte sich bis jetzt nicht erklären, warum sie sich so sehr nach seinen Lippen, seiner Nähe und seiner Wärme sehnte, so wie man es nur bei der Liebe tat, doch konnte sie ihn doch unmöglich lieben? Einen Fremden, jemanden, den sie nicht kannte, jemanden, wo die Vergangenheit ungewiss war und doch löste er in ihr dieses wohlig warmes Gefühl aus, welches sie so sehr vermisste und mehr als genoss, wenn sie dieses Feuer in ihrem Körper verspüren konnte. Elena versank in ihren Emotionen und ihren Gedanken, als eine warme und ihr doch nun schon bekannte Stimme, die Stille durchbrach und sie in die Realität zurück holte. Ihr Blick fiel zu Kai und seine Frage war gerecht, doch was sollte sie antworten?! Sie wusste es doch selbst nicht so genau, weshalb sie für einige Zeit überlegte und dann das Wort ergriff. „Nun, ich wollte sehen, ob ich dieses Gefühl dir gegenüber wieder verspüre, wenn ich dich küsse…Mich vergewissern, was das vorhin war.“ Kam es ehrlich über ihre schmalen und wohlgeformten Lippen, während sie seine weiteren Worte durch ihre Ohren hallen hörte. „Was wolltest du versuchen?“ hängte sie die Frage nun ebenso mit heran und wollte von ihm erfahren, was das bei ihm zu bedeuten hatte. Erwartend blickte sie zu dem jungen Mann, während sie einen Schluck von ihrem Wasser zu sich nahm und ihren Blick noch immer auf dem seinen ruhen ließ.

@Kai Parker

nach oben springen

#28

RE: Bar

in Mystic Grill 12.05.2016 01:25
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Chapter 6


Kai lehnte sich auf seinem Barhocker etwas zurück und beobachtete Elenas lebendige Mimik, während sie ihn in Gedanken verloren musterte. Und als sie dabei war, ein unmögliches Urteil zu fällen - seine Intentionen und Persönlichkeit richtig einzuschätzen - war er im Begriff zu überlegen, was sie als Nächstes zusammen unternehmen könnten. Der Siphoner hatte keine Schwierigkeiten, böse Pläne zu schmieden, aber im Falle eines Dates - er stockte in seinem Grübelgang, während er überrascht hochfuhr. Ein Date? Er war nicht sicher, ob sie sich in der Disposition für eine Verabredung befanden. Immerhin war sie mehr oder minder gezwungen gewesen, ihm zu helfen. Klar, er hatte ihr nicht gedroht oder sie genötigt, was die Situation umso prekärer und selbst für Kais Verhältnisse abartiger machen würde. Aber ihr ausgeprägter moralischer Kompass hatte sie in eine Zwangslage gebracht, der sie nicht hatte entrinnen können, ohne ihm zu helfen, wenn sie danach nicht tagelang von ihrem Gewissen drangsaliert werden wollte. Er beugte sich wieder vor und stützte sich mit den Ellenbogen vom Tresen ab, während er mit kräftigen Schlücken seine Cola in einem Zug leerte. “Natürlich deinetwegen”, antwortete er lachend. “Immerhin haben wir jetzt den ganzen Abend zusammen, genug Zeit für noch 'n saftiges Abenteuer!” Plötzlich verspürte er den Andrang sich zu bewegen, merkte wie Blut durch seine Adern schoss und seine morschen Muskeln stimulierte. Es war eine idiotische Idee der Innenarchitekten dieser Kneipe die Stühle rotierbar zu machen. Unruhig zuckte seine Hüfte nach links und rechts und der Stuhl drehte sich mit ihm. Zuerst geschah es unterbewusst, aber sobald er es bemerkte, hörte das Rütteln an dem ledernen ‘hohen Schemel’ gar nicht mehr auf. Konzentriert biss er sich bald auf die Unterlippe, in dem Versuch sich zu verkneifen, laut loszuprusten. Der Versuch scheiterte schließlich kläglich, als seine kindische Freude an etwas so Banalem die Überhand gewann und die gesamte Kontrolle über seinen Körper übernahm. Immer wurde er schief angeschaut, wenn seine kälberige Seite zum Vorschein kam. Er hatte schon mit vielen verärgerten Bemerkungen zutun gehabt, wurde töricht, infantil und affig genannt. Die Meinung seines Umfelds hatte ihn schon immer wenig interessiert. Woran scheiterte eigentlich immer der ewig junge Wunsch aller Erwachsen, sich ihre Kindlichkeit zu bewahren? Oft genug daran, dass sie nicht einmal mehr gemeinsam mit ihren Kindern durch die Pfützen hüpfen könnten, selbst wenn sie es sich irgendwo, ganz tief, in der hintersten Ecke ihrer peinlichsten Wünsche, noch nostalgisch vorstellten.

Erst wollte er versuchen, dem Thema ‘alte Flammen’ in einer scharfen Kurve auszuweichen, bevor Elena die Chance hatte, ihre Gedanken dazu weiter auszuführen. Egal, was er sagte, sie würde sich wahrscheinlich ihren Teil dazu denken. Wahrscheinlich war sie eine so große Romantikerin, dass sie sich gar nicht vorstellen konnte, mit jemandem zusammen zu sein, ohne denjenigen innig zu lieben. Seine Kehle zog sich bei dem Gedanken zusammen, trocknete fast aus, bis er Luft holte und aufhörte seinen Barhocker zu drangsalieren und die Funktion seines Sitzplatzes zu der eines Karussells umzuentwickeln. “Ich hatte Freundinnen”, gestand er schließlich. “Sie waren auch echt nett, aber…” Aber was? Verknallt vielleicht, hingezogen gefühlt - ja, aber sicher. Nur Liebe war so ein großes Wort. Damit schmiss Kai nicht einfach umher, wenn er nicht genau wusste, inwieweit er sie überhaupt selbst auszudrücken vermochte. Immerhin war seine gesamte Familie sein ganzes Leben lang davon überzeugt gewesen, dass er eine Ausgeburt der Hölle war. Und die Bibel leerte die Menschen, dass Satan in seinem Reich keinen Platz für Liebe übrig hatte. “Ich bin trotzdem, immer noch, noch nie im Leben verliebt gewesen” Er wollte sich gar nicht erst ausmalen, was in dem Kopf des Mädchens gerade vor sich gehen musste. Er fragte sich, ob sie abwägte, ob es sich bei ihm um pure Zeitverschwendung handelte, er nicht das darstellte, wonach sie eigentlich suchte. Und vielleicht hatte sie sogar recht. Stabilität, Schutz und Sicherheit waren Fremdwörter für jemanden wie Kai. Und er konnte sich vorstellen, dass sich ein Mensch, nach dem Tod seiner Eltern, nach Geborgenheit sehnte. “Ich hab’s getan, weil ich dich mag”, schmunzelte er, als wäre es selbstverständlich. “Und, um dir zu zeigen, dass ich dich mag” Er kramte währenddessen wieder in den Hosentaschen seiner gestohlenen Uniform und fischte eine Brieftasche heraus. Den Reißverschluss des Portemonnaies öffnend, griff er blindlings hinein und fischte dreißig Dollar heraus. “Was war das vorhin?”, hakte Kai nach. “Für dich?”

@Elena Gilbert

nach oben springen

#29

RE: Bar

in Mystic Grill 12.05.2016 21:23
von Elena Gilbert | 3.043 Beiträge

Elena legte ihre Aufmerksamkeit wieder auf den jungen Mann, welcher in ihr immer noch solches Durcheinander aufwühlte, dass sie nicht wusste, wie der Abend weiter verlaufen sollte oder auch würde und als sie die Worte von Kai in ihre Ohren wirken ließ, musste sie schlucken, denn dies machte die komplette Situation nicht wirklich einfacher, weshalb Elena langsam immer unsicherer wurde und doch das Wort an ihn wandte. "Ach haben wir das? Was willst du denn für ein Abenteuer am heutigen Abend noch erleben?" erkundigte sich die hübsche Brünette, während sich ihr Blick langsam von Kai löste und diesen durch den Grill schweifen ließ. Denn Elena überlegte und noch immer versuchte die junge Frau eine Erklärung für das alles zu finden, doch leider vergebens, denn egal wie sehr die Braunhaarige sich anstrengte und hoffte, endlich eine Lösung oder plausible Erklärung zu finden, desto nervöser und unsicher wurde die hübsche Brünette, welche nun ihren Blick doch wieder auf Kai richtete. "So so, du hattest also Freundinnen, und diese waren nur Bettgeschichten für dich oder was hast du für sie empfunden? Etwa einfach nur Verlangen, sowie du es gerade bei ihr empfindest oder doch eher ein anderes Gefühl?" hakte Elena nun weiterhin nach, denn dies ließ ihr keine Ruhe, weil Kai schien einfach ein Geheimnis daraus zu machen und dies mochte die hübsche Frau kaum, weshalb sie für einen Moment ihre Worte wirken ließ und hoffte, sie würden bei Kai ankommen aber wiederum hatte die hübsche Schülerin darin ebenso wenig Hoffnung, wie in ihre Gefühle, die sie weder verstehen noch deuten konnte und so war sie mehr als erleichtert, als Kai die Stille zwischen Ihnen wieder durchbrach und sie ihr Gehör auf ihn richtete. "Wenn du sagst, du warst nie im Leben verliebt, denn sage mir doch ehrlich, was du für die Frauen empfunden hast. Ich meine, irgendetwas muss dich doch angezogen haben und dies kann ja wohl kaum nur das Aussehen oder die Art gewesen sein." hakte Elena immer weiter nach, weil sie einfach nicht locker lassen wollte, zu viel wollte sie über ihn erfahren, über seine Vergangenheit, um endlich verstehen zu können, warum er isoliert wurde und warum er so war, wie er war. Daher spitzte sie ihre Ohren wieder auf, während sie ihr Besteck sinken ließ und nun doch wieder nach seiner Hand griff. Warum konnte sie in diesem Moment gar nicht so recht erklären, aber dennoch sehnte sie sich nach dieser Nähe, auch wenn sie nicht von langer Dauer waren, denn dann ergriff Kai abermals das Wort und die Stimme des Jünglings hallte durch die Ohren der braunen Schönheit. "Du mich magst? Das meinst du jetzt ehrlich oder ist das nur eine Floskel von dir, um mir gerade weiß zu machen, du würdest mich wirklich mögen können? Ich meine, wir kennen uns kaum und wenn du so isoliert warst, lange Zeit keine Gefühle verspüren konntest, wie kannst du dir dann sicher sein, dass du mich wahrhaftig magst?" wurde die Brünette nun doch wieder etwas skeptischer, ehe ihr beinahe die Stimme, sowie die Spucke wegblieb, bei seinen weiteren Worten, die den Raum erklingen ließen. "Meinst du das wirklich ernst oder versuchst du es dir gerade selbst nur einzureden, dass du mich mögen könntest?" hakte Elena nun auch hier noch einmal nach, bevor sie wieder verstummte und ihn mit großen und zugleich interessierten Augen abwartend ansah und nochmals seine Stimme in ihre Ohren wahrnehmen konnte. Sie schluckte schwer, denn mit dieser Frage konnte die hübsche Frau nichts wirklich anfangen, oder eher gesagt, wollte sie darauf nicht wirklich antworten, denn dann müsste sie ihre Empfindungen preisgeben und ob sie in diesem Moment dazu bereit war, konnte sich die Schönheit selbst nicht wirklich beantworten und doch versuchte sie ihre Gedanken und Gefühle so zu ordnen, dass sie ihm eine glaubhafte und dennoch nicht zu direkte Antwort geben zu können. Worteringend suchte sie derweil noch nach ihrer Erklärung, bevor sie schließlich tief durchatmete und das Wort an den jungen Mann richtete. "Du stellst Fragen." sprach sie erst einmal und verstummte nochmals, während ihr Blick für einen kurzen Moment aus dem Fenster ging und dann wieder zu Kai. "Ich wollte etwas für mich heraus finden und ja, ich mag dich ja auch...Aber ich weiß nicht, ob wir unter diesem Wort das Gleiche verstehen." kam es skeptisch über ihre wohlgeformten und hübschen Lippen, ehe sie wieder schluckte und tief durchatmete und versuchte nochmals das Gespräch zu übernehmen. "Ich meine, es gibt verschiedene Arten von mögen, es kann auf der Bekanntenebene sein, auf der freundschaftlichen Seite, aber es kann sich auch auf einer ganz anderen Ebene abspielen." wieder hielt Elena inne und suchte nach den richtigen Worten, ehe sie ihre Ausführungen schließlich vollendete. "Daher versuche in Worte zu fassen, wie du das Mögen beschreiben würdest, welches du mir gegenüber verspürst." forderte sie den jungen Mann auf und wollte es vermutlich selber nur für sich erfahren, um ihre Gefühle und ihr Verlangen nach ihm besser deuten zu können, vielleicht driften ihre Ansichten ja auch völlig von einander ab und das war es, was die Brünette dringend zu klären versuchte, doch schenkte sie dem jungen Mann noch einen liebevollen Kuss, während sie auf seine Antwort wartete und sich von ihm löste, ihr Blick tief in seine Augen gerichtet und abwartend, was er ihr gegenüber offenbaren würde.

@Kai Parker

nach oben springen

#30

RE: Bar

in Mystic Grill 13.05.2016 15:46
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Chapter 7


Je mehr Zeit verging, desto voller wurde die Bar. Die meisten Tische waren schon besetzt. Und obwohl Kai heute geschafft hatte, vielen Dingen standzuhalten, musste er sich an das Leben unter Menschen noch gewöhnen. Viele von ihnen leuchteten in grllen Farben, ihre Auren seine Sinne zum Beben bringend, während seine Pupillen sich bei dem heftigen Lichteinfall verkleinerten. Er spürte wie seine Nerven sich nach außen richteten, jedweder Energie, die an ihm vorbeischwebte, mit seinen feinfühligen Rezeptoren kollabierte. Er starrte sie lange und eindringlich an, seine Lippen zogen sich zu einer sehr schmalen Linie, während er nach Worten suchte.

Kai wurde skeptisch. Und die Skepsis war sich sicher, dass er sich in einem Wachtraum befand und die Person, die ihre Geschwister kaltblütig ermordet hat, im Portland von 1994 schlummerte. Die Möglichkeit, dass das alles hier nicht echt war, ließ sein Herz schneller schlagen, erst vorsichtig und bibbernd und dann immer rasender und dynamischer. Lebendig. Tief durchatmend, hob er seinen Kopf ganz leicht an. Er war schon lange nicht mehr so frei wie heute gewesen, warum schien es ihm dann, als wären noch mehr imaginäre Gitterstäbe um ihn herum platziert worden? Wieder schüttelte er den Kopf und sah sich zögernd weiter um, als er die vielen fremden Stimmen hörte. Seine Wirbel zuckten und seine Lunge ratterte wie verrückt mit jedem seiner Atemzüge. Es war ungewohnt in der realen Welt Luft zu holen, zu atmen, um seinem Herz durch verrostete Venen Blut zuzuführen, aber der Siphoner hielt es aus. Er war immerhin schon ein großer Junge. Kai schüttelte bei dem Gedanken den Kopf. Er ließ ihn kurz auflachen, beruhigte ihn, bevor sein Körper die Möglichkeit hatte zu hyperventilieren. Danach kehrte Ruhe ein. Sobald er sich darauf konzentrierte, die Personen um ihn und Elena herum, einfach auszublenden, ging es ihm besser. “Hab ich noch gar nich drüber nachgedacht. Wir könnten Wände mit irgendwelchen Tags besprühen” Er zuckte mit den Schultern und biss sich nachdenklich auf die Unterlippe. “Oder auf irgendwelche Dächer klettern und uns Sternbilder ansehen, uns ein Baumhaus bauen, irgendwelche ätzenden Säuren auf Türklinken kippen oder etwas finden, wo ich Magie anzapfen könnte. Ich probier’ noch ‘nen Verhüllungszauber aus und dann verarschen wir Passanten und geben uns als Geister aus!” Er grinste verschmitzt bei der Vorstellung, was für einen witzigen Geist Elena abgeben würde und um ehrlich zu sein, konnte er sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass sie jemandem jemals Angst machen könnte. Er war etwas verwirrt, als Elena nicht von dem Thema Alte Flammen ablassen konnte. Aber ihre Unsicherheit bezüglich seiner Intentionen hatte er schon befürchtet - oder vielmehr voraussagen können, was die Beantwortung ihrer Fragen nicht wirklich erleichterte, zumal ein kleiner Part von ihm gehofft hatte, sie würde seine Vergangenheit ruhen lassen und sich mehr für das Hier und Jetzt interessieren als für die Leichen in seinem metaphorischen Keller. “Ich und Player?” Er schmunzelte. Würde sie wissen, wie viele Superheldencomics er in seiner Jugend gelesen hatte, um nicht zu viel mit Menschen interagieren zu müssen und sein Nerdleben zu genießen. Als er jünger gewesen war, hatte Kai große Probleme mit anderen Menschen in Hautkontakt zu treten. Selbst Händeschütteln war ihm bald sehr missfallen. Papa Parker höchstpersönlich hatte dafür gesorgt, dass Kai nicht in die Nähe seiner Geschwister kommen wollte, gar nicht erst versuchen wollte, sie auszusaugen, als er noch Macht über ihn hatte. Und die Angst hatte sich auf jegliche Berührungen schließlich ausgeweitet, solange bis er in ein selbstreflektionsfähigeres Alter kam. “Bin ziemlicher Misanthrop, aber es gibt ein paar Ausnahmen an Menschen, mit denen ich gerne meine Zeit verbringe”, begann er. “Ich war mit den Mädchen in langjährigen Beziehungen. Und das hätte nicht so lange funktioniert, hätte ich sie nicht gemocht. Irgendwann haben wir uns auseinandergelebt, Elena. Passiert. Hast du’s etwa noch nie erlebt? Ist es nicht normal, dass Menschen irgendwann auseinandergehen, wenn sie merken, dass sie nicht perfekt zusammenpassen” Er schaute sich um und winkte die Kellnerin rüber. Sie war schnell zur Stelle, obwohl sie viel mit anderen Gästen zutun hatte. Es musste wohl Wochenende sein, aber genau konnte er es leider nicht einschätzen. Seine innere Uhr war irgendwann zum Stillstand gekommen. “Bist wahrscheinlich Krebs, huh? Die überrumpeln einen immer mit Fragen” Sein Blick war auf die Brünette gerichtet, während er der Bedienung das Geld entgegenstreckte. “Den Rest können Sie behalten, danke”, murmelte er, ohne Elena aus den Augen zu lassen, atmete wohlig aus, als sie sich vorbeugte und ihm einen weiteren süßen Kuss auf die Lippen hauchte. “Komisch, dass du unsicher bist, ob und wie ich dich mag, wenn du mir sone Schmatzer austeilst”

@Elena Gilbert

nach oben springen


Besucher
0 Mitglieder und 1 Gast sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Caroline Forbes
Besucherzähler
Heute war 1 Gast , gestern 9 Gäste online

Forum Statistiken
Das Forum hat 519 Themen und 6008 Beiträge.

Heute waren 0 Mitglieder Online:


Besucherrekord: 39 Benutzer (18.05.2016 19:41).

Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen